Zum Volkstrauertag Feierstunde am Ehrenmal
Zeit des Gedenkens

Lokales
Hirschau
20.11.2015
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"Wir trauern um Millionen Tote der Weltkriege, die alle diese Auseinandersetzungen nicht wollten", sagte Bürgermeister Hermann Falk beim Volkstrauertag. Nach einer musikalischen Einstimmung durch den Musikzug sprach er am Ehrenmal und legte einen Kranz nieder. Falk fand eindringliche Worte, mit denen er einen Bogen von der älteren zur jüngeren Geschichte Deutschlands schlug und auch aktuelle Ereignisse einbezog: "Wir trauern und wir gedenken. Aber wir wollen aus dem Vergangenen lernen und Mut schöpfen, um es nie wieder zuzulassen."

Aber auch aktuelle Ereignisse führen nach Falks Worten vor Augen, wie wenig selbstverständlich ein friedliches Miteinander sei. Als Beispiel nannte er den Krieg in Syrien durch die Miliz der Dschihadisten: "Es passiert direkt vor den Toren Europas und führt sogar bis nach Europa herein." Der Bürgermeister verwies aber auch auf die vielen Millionen Flüchtlinge, die derzeit auf der Suche nach einer "Herberge in Europa" seien. "Die Vereinten Nationen sprechen mittlerweile von der größten Flüchtlingskatastrophe des 21. Jahrhunderts", sagte der Bürgermeister. Und wenn auch derzeit keine echte Lösung in Sicht sei, solle Europa sich doch alle Mühe geben, diese Menschen hier willkommen zu heißen.

Über die aktuellen Schauplätze von Flucht und Gewalt vergaß Falk nicht, auch auf die Kriegsereignisse der Vergangenheit einzugehen. Er rief auf, die Opfer der beiden Weltkriege nicht zu vergessen: "Wir müssen immer daran denken, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist." Er forderte auf, auch weiterhin zu Versöhnung und Völkerverständigung beizutragen.
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