Zweieinhalb Monate dauerte es, bis die 32 Meter breite Bühne errichtet war. Das Bauwerk erlebt zum ersten Mal den Ernstfall, wenn
Pyrotechnik verspricht Knalleffekt

Lokales
Hirschau
15.07.2015
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am Freitag, 17. Juli, das Stückl "Der Glockenkrieg" Premiere hat.

(u) Zum sechsten Mal ist Hirschau heuer Festspielstadt. Das 70-köpfige Schauspieler-Ensemble von Regisseurin Verena Bauer zeigt sein neues Schelmenstück. Die bisherigen fünf Aufführungen handelten alle ausschließlich in Hirschau. Dieses Mal aber gibt es einen zweiten Schauplatz - Schnaittenbach. Daher mussten Kulissen mit markanten Gebäuden der Nachbarstadt wie St.-Vitus-Kirche und Rasel-Haus neu gefertigt werden, ebenso Kulissen mit dem umkämpften Bürgerwald und einer Brücke, die den Ehenbach darstellen soll.

Viel Freizeit geopfert

Gefragt waren kreative und handwerklich geschickte Leute, die bereit waren, für den Bühnenbau viel Freizeit zu opfern. Gefunden wurden sie in der Person des Festspielvereinsvorsitzenden und Bürgermeisters a. D. Hans Drexler und im Schnaittenbacher Künstler Jürgen Hartmann. Drexler machte sich unter Anleitung von Andreas Lederer an den Bau von neun zusätzlichen Bühnenelementen, Jürgen Hartmann an das Bemalen der Kulissen. Zehn Wochen lang waren sie fast täglich am Messen, Sägen und Zimmern, am Hämmern, Schrauben, Skizzieren, Zeichnen, Malen und Streichen. Kurz vor der Premiere haben die beiden ihre umfangreichen Arbeiten nun abgeschlossen. Auf der Bühne stehen Betten, deren Bezüge Evi Fritsch nähte und mit Heu und Stroh füllte.

Den Glockenkrieg-Besuchern präsentiert sich bei den insgesamt acht Aufführungen ein 32 Meter breites Bühnenbild. Wie in der Realität liegt Hirschau mit seiner Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und dem "Goldenen Hirsch" im westlichen Teil der Bühne, Schnaittenbach mit der St.-Vitus-Kirche und dem Rasel-Haus im Osten. Neben den Bühnenbauern war im Vorfeld und ist während der Aufführungen das Engagement weiterer technisch Begabter gefragt. Die Beschallung und Beleuchtung werden unter Federführung von Alfred Härtl und Sepp Strobl der jeweiligen Bühnensituation angepasst.

Keine Beanstandungen

Sehr viel akribische Vorarbeit war notwendig, um die pyrotechnischen Effekte des Stückes zu planen und umzusetzen. Nicht nur das Pulvermischen, auch die Mechanik muss zusammenpassen - alles immer unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit für Laienspieler und Zuschauer. Die beiden "Pyros" Roland Fritsch und Erhard Ackermann haben offenkundig ausgezeichnete Arbeit geleistet. Jedenfalls verlief die Abnahme durch das Ordnungsamt und die Feuerwehr ohne jegliche Beanstandungen. Dank einer mehrseitigen, lückenlosen Effektdokumentation fanden die Ordnungsbeamten eine gute Beurteilungsgrundlage vor. Beim "Hau den Lukas" durften sich die Prüfer sogar selbst einmal als Pyrotechniker betätigen. Das verbrannte Schnitzel sorgte für ein kleines Lächeln ... Wer mehr wissen will, muss eine der Vorstellungen besuchen.
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