Caritas-Sozialstation Hirschau hat mittlerweile sieben Elektro-Autos
Emissionsfrei, lärmarm, rentabel

Der Fahrzeugpark der Caritas-Sozialstation ist um ein siebtes Elektro-Auto reicher (von links): Bärbel Birner, Hermann Gebhard, Birgit Birner, Bürgermeister Hermann Falk, Fraktions-Chef Hans-Jürgen Schönberger, Franz Birner und Sozialstations-Geschäftsführer Diakon Richard Sellmeyer. Bild: u
Politik
Hirschau
22.03.2016
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Die Caritas-Sozialstation leistet nicht nur auf dem Pflegesektor ausgezeichnete Arbeit. Sie profiliert sich auch auf ökologischem Gebiet. Seit Kurzem ist ihr Fahrzeugpark um ein Elektro-Auto reicher. Damit fahren 7 der insgesamt 36 Einsatzfahrzeuge mit einem E-Motor emissionsfrei und lärmarm zu den Patienten.

Hirschau. (u) Der Zufall wollte es, dass sich genau für diesen Tag die CSU-Stadtratsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Hans-Jürgen Schönberger und Bürgermeister Hermann Falk zu einem Infobesuch angemeldet hatte. Ihnen stellte Geschäftsführer Richard Sellmeyer nicht nur seine E-Auto-Flotte vor, sondern gewährte auch einen Einblick in die Arbeit der Station.

Bereits sieben


Sauber aufgereiht standen die sieben E-Fahrzeuge an der Ladestation unter den Carports an der Marienstraße. Auf deren Dächern und auf dem Dach des Stationsgebäudes werden rund 57 Kilowatt Peak (kWp) Energie erzeugt, mit der die E-Fahrzeuge "gefüttert" werden. Rund zwei Stunden beträgt die Ladezeit für ein Auto. Eine Batterieladung reicht je nach Fahrstil für 80 bis 120 Kilometer.

Sellmeyer bekannte, dass seine persönlichen Erfahrungen und die positiven Aussagen des Personals über das 2014 angeschaffte erste E-Auto für ihn Schlüsselerlebnisse gewesen seien. Sie hätten den Ausschlag für den Kauf weiterer Fahrzeuge gegeben. Der Preis liegt laut Sellmeyers mittlerweile unter 20 000 Euro. Der Geschäftsführer hatte weitere interessante Details zu bieten. Demnach haben 2014 die Pflegekräfte mit dem damals einzigen E-Auto rund 17 000 Kilometer zurückgelegt. 2015 betrug die Fahrleistung der fünf E-Fahrzeuge etwa 70 000 Kilometer. Dadurch wurden etwa 10 000 Euro an Spritkosten gespart. Die Elektroautos sind darüber hinaus steuerfrei. Kostengünstig und unproblematisch sind demnach auch die Kundendienste in der Werkstatt.

Bürgermeister Falk und Fraktions-Chef Schönberger wiesen darauf hin, dass die Stadt dem Vorbild der Sozialstation nacheifern und ihren Fahrzeugpark um zwei E-Autos erweitern werde. Eines sei für die Kläranlage bestimmt, das andere für die Verwaltung. Der Stadtrat habe die nötigen Beschlüsse bereits gefasst. Positiv überrascht waren die CSUler über die Anzahl der Sozialstations-Beschäftigten. Mit knapp 100 Mitarbeitern ist die Station größter Dienstleistungsbetrieb in der Kaolinstadt. Im Dezember 2015 habe der Medizinische Dienst der Krankenkassen die Arbeit der Caritas-Sozialstation mit der Note 1,0 bewertet. Für die Bewohner des Hauses Conrad erbringt das Stationspersonal, so der Diakon, eine Fülle von Dienstleistungen.

22 000 warme Menüs


Sellmeyer erinnerte auch die Aktion "Essen auf Rädern". Bei ihr klappe die Zusammenarbeit mit dem BRK-Seniorenheim St. Barbara bestens. Im vergangenen Jahr habe die Station rund 22 000 warme Menüs aus der Seniorenheimküche zu den Patienten im gesamten Betreuungsgebiet gebracht. Eine Dienstleistung wollte Sellmeyer nicht unerwähnt lassen: Die Station übernimmt für Bedürftige kostenlos den Hin- und Rücktransport zur Amberger Tafel.

Besonders wertvollAls besonders wertvoll schilderte Geschäftsführer Richard Sellmeyer die Hausnotrufeinrichtung Vitakt, die rund um die Uhr erreichbar sei. Auf der Alarmierungsliste stehe die Sozialstation ganz oben. Der Bewohner trage den Notrufknopf direkt am Handgelenk. Werde dieser ausgelöst, erfolge die Alarmierung in der Notrufzentrale.

Zu jeder Wohnung könne - ohne dass der Bewohner ein technisches Gerät bedienen müsse - umgehend eine Sprechverbindung aufgebaut und die Notsituation erfragt und eingeordnet werden. Der Notruf werde unmittelbar an die Sozialstation weitergeleitet. (u)
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