CSU-Stadtratsfraktion fordert Verbesserungen an den Spielplätzen
Tristesse an der Schaukel

Politik
Hirschau
03.09.2016
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An Kinderspielplätzen mangelt es in Hirschau nicht. Insgesamt 23 gibt es in der gesamten Stadtgemeinde. Ob sie am richtigen Platz und zeitgemäß ausgestattet sind - dieser Frage gingen die CSU-Stadtratsfraktion und Bürgermeister Hermann Falk bei einer Besichtigungstour nach.

Der demografische Faktor


Dafür machte man zwei Hauptgründe verantwortlich: Schon die von einem signifikanten Geburtenrückgang gekennzeichnete demografische Entwicklung führe zwangsläufig zu einer geringeren Frequentierung. Zudem ändere sich im Laufe der Jahre die Altersstruktur in den einzelnen Wohngebieten. Oft seien in Vierteln wie Am alten Brunnen, in denen es vor 20, 30 Jahren viele Kinder gegeben habe, heute kaum mehr welche zu finden. Andererseits fehle zum Beispiel im Bereich der Kahlhofsiedlung ein Spielplatz, der im Moment an der Grundstücksfrage scheitere. Fände man einen geeigneten Platz, müsste die Nutzung mit den Anliegern hinsichtlich Bau- und Immissionsrecht abgestimmt werden.

Für die CSUler war es vorstellbar, die Spielplätze an der Moosweiher- und Schönbrunner Straße aufzurüsten. Beide seien auch gut erreichbar für Kinder aus dem Wohngebiet Kommerzienrat-Dorfner-, Dr.-Flügel- und Kahlhofstraße. Josef Luber sah ohnehin keine Notwendigkeit, dass Spielplätze unbedingt gleich um die Ecke liegen. Auf Ablehnung stieß bei der CSU-Fraktion der SPD-Vorschlag, auf dem Areal des ehemaligen Gebrüder-Dorfner-Stadions einen Spielplatz zu errichten. Die CSU bleibe bei ihrer Haltung, dieses Gelände einer Bebauung zuzuführen.

Als weiße Flecken auf der Hirschauer Spielplatzlandkarte machte man die Wohngebiete Grundstraße, Klaus-Conrad-Straße und Mühlweihersiedlung aus, ebenso das Baugebiet Hirschau Ost. Dort sei vor Jahren die Anlage eines Spielplatzes juristisch gescheitert. Auch in der Stadtmitte fehle ein solcher. Der Absicht, einen auf dem ehemaligen Weiße-Erde-Sportplatz anzulegen, sei ein Einspruch der Kirchenverwaltung entgegen gestanden. Der CSU-Fraktion ist es wichtig, dass der Ex-Fußballplatz weiter als Bolzplatz genutzt werden kann. Josef Luber plädierte dafür, sich Gedanken darüber zu machen, ob man in Hirschau nicht auch ein Indoor-Spielplatzangebot machen sollte, sei doch die Nutzung stark wetter- und jahreszeitabhängig.

Klasse vor Masse


Nicht außer Acht lassen wollten Bürgermeister Falk und die CSU-Fraktionsmitglieder den finanziellen Aspekt. Bei modernen Spielplätzen gehe der Trend zu Multifunktionsgeräten. Da sei man schnell mit bis zu 30 000 Euro dabei. Bei der Anschaffung von Geräten müsse der Grundsatz gelten "Klasse vor Masse". Grundsätzlich sprachen sich die CSUler dafür aus, die Ausstattung in Richtung Mehrgenerationen-Spielplätze auszurichten.

23 SpielplätzeDer Bauausschuss des Hirschauer Stadtrats hatte sich zuletzt vor gut einem Jahr mit der Spielplatzsituation befasst. Aus den von der Stadtverwaltung erstellten Unterlagen war ersichtlich, dass sich 8 der 23 Spielplätze in den Ortsteilen befinden, jeweils einer in Ehenfeld, Massenricht, Obersteinbach, Weiher, Urspring, Steiningloh, Burgstall und in Krickelsdorf. 4 der 15 Anlagen im Stadtkern sind nicht für die Allgemeinheit zugänglich, da sie zu den drei Stiftungskindergärten gehören. Um den Unterhalt der Spielplätze kümmern sich die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Für den Sachaufwand ist die Stadt zuständig. (u)
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