Hirschauer CSU-Stadtratsfraktion besichtigt Hochwasserbrennpunkt bei Steiningloh
Damit'’s nie mehr heißt: Land unter

Steiningloh ist ein Hochwasserbrennpunkt im Gebiet der Stadt Hirschau. Zuletzt hieß es am 19. Juli "Land unter" in der Fischersiedlung. Auf Initiative von Stadtratsfraktions-Chef Hans-Jürgen Schönberger (Zweiter von links) suchten die Fraktion und Bürgermeister Hermann Falk (hinten, Zweiter von links) das Gespräch mit den Anwohnern und Ortssprecher Erich Stauber (Dritter von links). Bild: u
Politik
Hirschau
10.10.2016
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Es ist keine neue Erkenntnis, dass Steiningloh ein Hochwasserbrennpunkt ist. Das bestätigte sie sich heuer am 19. Juli. Da hieß es im Bereich der Fischer-Siedlung "Land unter". Daher suchten die CSU-Stadtratsfraktion und Bürgermeister Hermann Falk vor Ort das Gespräch mit den Anwohnern und Ortssprecher Erich Stauber.

Steiningloh. Rund 40 Liter Regen hatte es am 19. Juli innerhalb einer halben Stunde geschüttet. Für den Krumbach war das zu viel. Er konnte die aus Richtung Blauberg ankommenden Wassermassen nicht mehr fassen, trat über seine Ufer und setzte den Weg Richtung Immenstetten sowie die Vorgärten der Fischer-Siedlung unter Wasser. In einigen Häusern wurden die Keller überschwemmt. Das westlich angrenzende Wiesengrundstück wurde ebenfalls überflutet.

Der Besuchergruppe präsentierte sich der Krumbach im Bereich der Siedlungshäuser gut gepflegt. Der Bachlauf war ausgemäht und erschien von der Tiefe her ausreichend. Ob das Bachbett auch breit genug ist, müsste überprüft werden. Nach Ansicht der CSU-Delegation sollte überlegt werden, ob das westlich der Staatsstraße 2238 liegende Grundstück als Flutmulde umgestaltet werden soll und dann weiter wirtschaftlich genutzt werden kann. Die Fläche befindet sich im Eigentum der Stadt.

Gräben zu flach


Im weiteren Verlauf Richtung Süden verliert der Krumbach an Tiefe, Breite und Gefälle. Auch wenn er kürzlich bis zum Anwesen Eierer ausgemäht wurde, kann er die Wassermassen nicht aufnehmen und ableiten. Hinzu kommt, dass ein vom Dorf kommender Graben fast senkrecht auf den Krumbach trifft. So stauen sich die Wassermassen im Bach zusätzlich an. Der Graben führt in nicht unerheblicher Menge Oberflächenwasser aus Richtung Höhengau mit sich. Im Bereich des Eierer-Anwesens war es zu einer großflächigen Überflutung gekommen. Die Gräben sind dort zu flach und zu eng, um das Wasser von den höher gelegenen Acker- und Waldflächen in den Krumbach abzuleiten. Ab da scheint der Krumbach weiter in Richtung Süden fast verlandet.

Bürgermeister Falk und die CSU-Fraktionsmitglieder waren sich mit den Steininglohern einig, dass schnellstmöglich Abhilfe geschaffen und der Bereich in das Hochwasserschutzkonzept für Steiningloh im Zuge der Dorferneuerung aufgenommen werden muss. Fraktions-Chef Hans-Jürgen Schönberger erinnerte daran, dass im Stadthaushalt 25 000 Euro für die Hochwasserschutzplanung in Steiningloh angesetzt sind.

Bäume zurückschneiden


Die Steiningloher äußerten auch den Wunsch, die Bäume in den Bereichen Schwärzermühle und Fischersiedlung zurückzuschneiden. Erfreut war man allseits darüber, dass der Zufahrtsweg zu den westlich der Staatsstraße gelegenen Siedlungsteilen jetzt eine Beleuchtung erhält. Die Erdarbeiten hierfür sind bereits abgeschlossen.

Für Ausbau auf fünf Meter BreitePositives hatte Bürgermeister Hermann Falk zum Thema Immenstettener Weg zu vermelden. Nach der erfolgten Herabwidmung des Weges wäre das Straßenbauamt bereit, ihn als Staatsstraßen-begleitenden Radweg mit 2,50 Meter Breite anzuerkennen und auszubauen. Da der bisher unbefestigte Weg schon eine Breite von mehr als vier Metern aufweist und auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird, erschien den CSUlern ein Ausbau auf fünf Meter Breite sinnvoll. Die Kosten für diese 2,50 Meter Wegbreite müsste die Stadt übernehmen. Nach Meinung der Anwohner sollte der bestehende Unterbau ausreichen. Offen blieb, ob die Gemeinde Freudenberg, in deren Gebiet der Weg mündet, bereit ist, das von Hirschauer Seite angedachte Ausbau- und Finanzierungskonzept zu übernehmen. (u)
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