Krickelsdorfer plädieren bei CSU-Bürgergespräch für ein mit Mörtel verfugtes ...
Pflegeleichter Belag auf dem Dorfplatz

Politik
Hirschau
14.05.2016
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Krickelsdorf. Rund 5,6 Millionen Euro will die Stadt Hirschau 2016 investieren. Fast ein Drittel der Summe - exakt 1,766 Millionen Euro - fließen dabei nach Krickelsdorf. Dort ist der Startschuss für den Bau der Kanalisation mit Anschluss an die Hirschauer Kläranlage, für die Auswechslung des Wasserleitungsnetzes und für den Ausbau der Ortsstraße gefallen. Dieses Großprojekt bildete das zentrale Thema beim CSU-Bürgergespräch im voll besetzten Gasthaus Zur Linde. Bürgermeister Hermann Falk erläuterte auch die Haushaltssituation der Stadt.

Wer künftig ins Hirschauer Rathaus will, muss umdenken. Darauf machten der Bürgermeister und der Fraktions-Chef Hans-Jürgen Schönberger aufmerksam. Der Haupteingang wird auf die Ostseite verlegt und behindertengerecht gestaltet. Mit dem Einbau einer Behindertentoilette im ehemaligen Öllagerraum, in dem auch ein Aufzugschacht Platz findet, leiste man einen Beitrag zum Ziel, Bayern bis 2023 barrierefrei zu machen. Eine für die wirtschaftliche Entwicklung wichtige Maßnahme sahen Falk und Schönberger in der Schaffung des Gewerbegebietes Am Bachranken. Der Grunderwerb sei mit 163 000 Euro angesetzt, die Erschließung mit 500 000 Euro.

Kosten fast abgedeckt


Den Stadtsäckel wenig belasten wird der zweite Bauabschnitt für das betreute Wohnen. Die Kosten seien auf 1,6 Millionen Euro veranschlagt und dank der 1,5-Millionen-Spende von Klaus Conrad fast gedeckt.

Auf über drei Millionen Euro belaufen sich die Gesamtkosten für den Kanal-, Wasserleitungs- und Straßenausbau in Krickelsdorf. Laut Bürgermeister erwartet man zu den für 2016 veranschlagten Kosten von 1,77 Millionen Euro Zuschüsse von 150 000 Euro für die Abwasseranlage und 200 000 Euro für den Straßenausbau. Für die Wasserversorgung gebe es keine Förderung. Parallel zu den Tiefbauarbeiten verlege die Telekom ihre Speedpipes für den Breitbandausbau. Die Erweiterung der Straßenbeleuchtung erfolge in LED.

Laut Falk wurde der Straßenverlauf kurzfristig geändert, um die Kurvenradien zu entschärfen. Angeregt wurde, das lehmhaltige Aushubmaterial ortsnah in einem alten Sandloch zu lagern, um es später für Hochwasserschutzmaßnahmen zu verwenden. Nach Meinung der Krickelsdorfer müssten die Baufirmen unbedingt Vorsichtsmaßnahmen für den Fall einplanen, dass es während der Bauphase zu Hochwasser kommt. Die Kosten für eventuelle Schadensfälle dürften nicht umgelegt werden.

Außerdem wünschten sich die Einheimischen für den Dorfplatz ein mit Mörtel gestockt verfugtes, pflegeleichtes Granit-Großsteinpflaster. Der Stadtrat hatte sich auf Anraten der Ingenieure für ein gebrochenes Großsteinpflaster mit Mörtelfugen entschieden. Dies sei dem ländlich geprägten Ortsbild und dem Kapellenvorplatz geschuldet. Nach Auskunft Falks sind beide Varianten im Leistungsangebot und in den Ausschreibungsunterlagen enthalten.

Dank für Verständnis


Schönberger dankte den Krickelsdorfern für ihr Verständnis während des jahrelangen Wartens. Kein anderes Bauvorhaben sei so unter Einbeziehung der Bürger geplant worden. Wenn das Projekt im Herbst 2017 abgeschlossen sei, werde die Ortschaft ein "schönes, zeitgemäßes und nachhaltiges Ortsbild abgeben".
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