Parkregelung in der Hirschauer Innenstadt Thema bei CSU-Bürgergespräch
Ein Auge auf abgestellte Autos

Beim CSU-Bürgergespräch plädierte Bürgermeister Falk dafür, die Parkplatzsituation im Stadtzentrum über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Derzeit parkt an einem normalen Samstagvormittag auf dem Marktplatz trotz eines Verbots regelmäßig eine ganze Reihe von Autos. Bild: u
Politik
Hirschau
11.06.2016
51
0

"Die Parkregelung in der Innenstadt ist erst seit einigen Wochen in Kraft. Die Einwände werden ernst genommen. Man sollte die Situation sachlich diskutieren und sie über einen längeren Zeitraum beobachten." Beim gut besuchten CSU-Bürgergespräch signalisierte Bürgermeister Hermann Falk Gesprächsbereitschaft.

Mehr Kunden von auswärts


Dass weitere Stellflächen nötig seien, habe ihm ein Geschäftsinhaber geschildert. Er habe von einem vermehrten Kundenstrom etwa aus Vilseck und Kohlberg berichtet. Aus dem Besucherkreis wurde moniert, dass trotz Überwachung Fahrzeuge dort rund um die Uhr stehen. Die Meinung, dass zu viele Behindertenparkplätze ausgewiesen seien, wollten weder der Bürgermeister noch die CSU-Stadträte teilen. Die Anzahl entspreche den Vorgaben. Kritisch gesehen wurde, dass die nördliche Durchfahrt an der Ostseite des Rathauses durch Poller gesperrt wurde.

Insgesamt könne die Marktplatzsituation erst beurteilt werden, wenn der Stadtbrunnen, das Kunstwerk "Goldene Straß'" und das mobile Grün platziert seien, sagte Falk. Für den Brunnen liefen die Ausschreibungen. Nach der Vergabe werde die Herstellung des gewölbten Granitsockels zehn Wochen dauern.

Falk berichtete, dass die Planungen für die direkte Wegverbindung von der Josefstraße zum Marktplatz voranschreiten. Fragen gab es zum Infopoint südlich der Sparkasse. Für die Seitenverglasung und drei zusätzliche Dachareale sei ein Kostenaufwand von 40 000 Euro notwendig. Die Seitenverglasung sei bei der Auftragsvergabe nicht vergessen worden. Man wollte abwarten, ob sie wirklich gebraucht wird. Für die Erweiterungsmaßnahmen sei eine weitere Statik nötig. Einige Bänke seien nicht vorteilhaft platziert. Kritik wurde laut, dass sich auf den Dacharealen zu viel Laub ansammelt.

Ein weiteres Thema war der zweite Bauabschnitt für betreutes Wohnen, der Dank der 1,5-Millionen-Euro-Spende von Klaus Conrad realisiert werden kann. Laut Falk hätten Probebohrungen gezeigt, dass schon in geringer Tiefe Grundwasser auftritt. Daher werde auf eine Unterkellerung verzichtet. Die Versorgungstechnik finde unter dem Dach Platz.

Zukunft des Josefshauses


Weiter ungeklärt ist die Zukunft des Josefshauses. Derzeit wird laut Falk ein Brandgutachten erstellt. Es bleibe abzuwarten, welche Maßnahmen sich daraus ergeben. Erst dann könne der Stadtrat über die weitere Nutzung des Hauses entscheiden. Auch bezüglich des Fischer-Anwesens am westlichen Stadttor sei noch keine Entscheidung getroffen worden. Es gelte, eine städtebaulich verträgliche Umbauvariante zu finden. Am besten wäre es, wenn sich dafür einen Investor finden würde.

Moniert wurde, dass die Parkplätze bei der Schulturnhalle meist durch Anwohner belegt sind. In diesem Bereich sollte bei der Ausfahrt aus dem Salvatorweg wegen der schlechten Sicht ein Verkehrsspiegel angebracht werden. Nach Aussage einer B 14-Anwohnerin habe der Lkw-Verkehr wieder stark zugenommen. Ihre Zählung habe zwischen 100 und 130 Fahrzeuge pro Stunde ergeben.

TuS-SportplatzKeine endgültige Antwort konnte Bürgermeister Hermann Falk auf die Frage nach der Zukunft des ehemaligen TuS-Sportplatzes an der Schönbrunner Straße geben. Für das im Eigentum der Stadt befindliche Areal gebe es einen rechtskräftigen Bebauungsplan mit einer dichten Bebauung.

Um Einsprüche wegen des Abstands zu Nachbargrundstücken zu vermeiden und Bedenken wegen der Grundwasserproblematik auszuräumen, seien Planungsvarianten vorgelegt worden. Bis jetzt habe man keine Zustimmung erreichen können. Als mögliche Variante nannte Falk den Bau von Wohngebäuden ohne Keller. Bei energieeffizienter Bauweise lasse sich die Energietechnik oftmals in einem Nebenraum der Garage unterbringen. Denkbar sei es auch, das ganze Baugebiet über eine Energiezentrale zu versorgen.

Fraktions-Chef Hans-Jürgen Schönberger befasste sich mit Neuerungen im Friedhofswesen. Festzustellen sei ein Trend zu alternativen Bestattungsmöglichkeiten, vor allem zur Urne. An neuen, im Hirschauer Friedhof möglichen Bestattungsformen stellte er mit Fotos pflegefreie Reihengräber, die Urnenerdbestattung unter Bäumen sowie Urnengrabstätten in einer Säule auf Reihengrab und auf Urnengrab vor. (u)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.