Steiningloher beklagen bei CSU-Bürgergespräch maroden Zustand ihrer Dorfkapelle
Damoklesschwert über den Betern

Politik
Hirschau
21.05.2016
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Spätestens seit dem Bürgergespräch, zu dem der CSU-Ortsverband in das Steiningloher Gemeinschaftshaus eingeladen hatte, wissen Bürgermeister Hermann Falk und Fraktions-Chef Hans-Jürgen Schönberger genau Bescheid, wo überall die Einwohner aus Steiningloh und Urspring der Schuh drückt.

Steiningloh. Die Bürger nutzten ausgiebig die Gelegenheit, den örtlichen CSU-Mandatsträgern ihre Anliegen und Sorgen zu unterbreiten. Falk und Schönberger versorgten die Besucher eingangs mit den wichtigsten Daten des vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Stadt- und Stiftungshaushalts.

Für Steiningloh sind unter anderem 25 000 Euro für den Hochwasserschutz sowie die Restkosten für das Feuerwehrhaus und dessen Außenanlagen eingeplant. Laut Falk investiert die Stadt 50 000 Euro in den Ausbau der Breitbandversorgung. Im Februar seien auch Steiningloh und Urspring erschlossen und mit hohen Bandbreiten von bis zu 60 000 Kbit/s im Download ausgestattet worden. Für Wenig-Surfer gebe es eine Einstiegs-Bandbreite von 10 000 Kbit/s mit und ohne Telefonie. Die Bürger könnten die Anschlüsse bereits bestellen und alle Informationen bei der Firma Jobst DSL direkt abklären.

Marode Dorfkapelle


Sorge bereitet den Steininglohern der marode Zustand der Dorfkapelle, die Eigentum der Stadt ist. Sowohl Mauerwerk als auch Dachstuhl weisen erhebliche bauliche Mängel auf. Sollte es mit der Renovierung noch länger dauern, müsste man sie zusperren. Laut Bürgermeister Falk sind inzwischen die für die Diözese notwendigen Daten erhoben. Auch sei die Denkmalschutzbehörde gefragt, da die um 1900 erbaute Kapelle mit Ausstattung im neuromanischen Stil in der Denkmalliste des Landkreises geführt wird. Lob galt für Sonja Strazzacappa, die sich in Urspring um die Kapelle und den Spielplatz kümmert, zusammen mit Wolfgang Högl auch um die Quelle.

Breiten Raum nahm der Zustand einiger Wege im Gebiet der beiden Orte ein. Beklagt wurde der schlechte Oberflächenzustand des Weges von der Fischer-Siedlung nach Immenstetten. Laut Bürgermeister kann die Sanierung erst erfolgen, wenn der Weg umgewidmet ist. Der Bauausschuss werde sich in Kürze damit befassen. Das Stadtoberhaupt sicherte zu, sich der Sanierung des Weges von Urspring nach Gebenbach anzunehmen, der sich, wie beklagt wurde, seit Jahren in einem katastrophalen Zustand befindet. Schäden weisen auch der Pursrucker Weg und die Verbindungsstraße von Urspring zur Staatsstraße 2238 auf. In Steiningloh sollte ein Straßenstück am Feuerwehrhaus Richtung Urspring geteert werden.

Weiter auf der Agenda steht laut Falk der Radwegausbau in Richtung Amberg. Man sei mit der Straßenbaubehörde im Gespräch. Vor allem für den Bereich an der Einfahrt Urspring-Steiningloh müsse man die Vorschläge für die Trassenführung abwarten. Nach Meinung der Anwesenden sollte auf jeden Fall auf das Biotop im Bereich der Weiher Rücksicht genommen werden.

Für den Bereich der Kreuzung Steiningloh auf der Staatsstraße 2238 wurden Geschwindigkeitskontrollen gefordert, da dort viel zu schnell gefahren werde. Zusätzlich wurde das Fehlen einer Linksabbiegermarkierung zur Fischer-Siedlung kritisiert. Wenig bis kein Verständnis brachten die Anwesenden dafür auf, dass es nicht möglich ist, von Amberg her ein Hinweisschild auf die Abbiegung nach Urspring anzubringen. Hier komme es aufgrund überhöhter Geschwindigkeiten immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Die Feuerwehr erachtete es als wünschenswert, künftig bei Übungen das nötige Wasser nicht mehr aus Privatweihern, sondern aus dem Krumbach absaugen zu können. Verwiesen wurde auf den Nachbarort Immenstetten, wo entsprechende Schächte geschaffen wurden. So könnten aufwendige Pumpenschäden vermieden werden. Für die Maßnahme müsste das Wasserwirtschaftsamt einbezogen werden.

Stellungnahme steht aus


Keine wirklich neuen Erkenntnisse konnte Falk zum Thema Abbruch des Pongratz-Anwesens präsentieren. Es zeige zunehmenden Verfall und gefährde das Nachbaranwesen und den Spielplatz. Man warte nach wie vor auf eine Stellungnahme der Denkmalschutzbehörde. Zudem existiere noch kein Plan, wie das Areal nach einem eventuellen Abriss genutzt werden könnte.
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