10. SandSpirit am Monte Kaolino
Bernhard Hornek gewinnt Super-Preis

Bernhard Hornek (Bild) flippte fast aus, als er das große Los zog: Die Reise nach Peru. Bild: Ziegler
Sport
Hirschau
13.07.2016
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Bei den Finals im Boardercross ging es jeweils zu viert durch den Kurs. Bild: Ziegler

"Ich bin super happy", sagt Sven Flachenecker. "Keine Verletzten, tolles Wetter, und beste Stimmung bei den Zuschauern" schwärmt der Organisator vom 10. SandSpirit am Monte Kaolino in Hirschau. Ein Sandboarder ist ebenfalls überglücklich.

Bernhard Hornek, Lokalmatador des SCMK, Dritter beim diesjährigen Parallelslalom, hat das große Los gezogen: Eine einwöchige Reise zum Sandboard-World-Cup 2017 nach Peru inklusive Flug nach Lima, Transfers zu den Wettkampfstätten in Ica und Arequipa, Unterkunft, und Verpflegung. Hornek flippte aus, als Flachenecker seinen Namen zog.

Zwölf Fahrer und Fahrerinnen, die Podestplätze in den Disziplinen Parallelslalom und Boarder-Cross erreicht hatten, standen zu Auswahl, Flachenecker hatte versprochen, aus diesem Pool einen Boarder zu ziehen - und ausgerechnet einen Hirschauer erwischt. Ein weiterer Lokalmatador schaffte es ebenfalls aufs Podest: Christian Kirchberger aus Amberg holte sich beim Boarder-Cross den dritten Platz

Voll ins Wasser


Zwei weitere Fahrer aus der Region mussten dagegen passen: Johannes Pfab vom SCMK Hirschau, immer für einen Top-Lauf gut, musste nach der Qualifikation im Slalom wegen Knieproblemen aufgeben. Manuel Ries aus Freudenberg rauschte beim Boarder-Cross voll ins Wasser der Schweinebucht und hatte keine Chance mehr auf vordere Ränge.

Hier sorgte ein Anderer für Furore, auf den Sven Flachenecker besonders stolz ist: Sohn Lukas (16) startete zum ersten Mal nicht mehr bei der Jugend sondern bei den Erwachsenen. Und räumte ab: Der junge Flachenecker aus Nürnberg gewann den Waterslide am Freitag und fuhr völlig überraschend beim Slalom auf den zweiten Platz. Da ging es nur um Zehntelsekunden, mit dem Auge war der Sieger nicht zu erkennen, die elektronische Zeitmessung musste herhalten. Und die wies Tobias Waldenmeier (Schwäbisch-Gmünd) als Sieger im Parallelslalom aus. Dritter wurde Bernhard Hornek. Bei den Frauen gewann Simone Wittmann aus Obertraubling, in der Szene besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Simone Hurt. Ebenso wie die Zweite Katja Reinauer (Ammersee), die jetzt Katja Seeger heißt - eine der Seriensiegerinnen der ehemaligen Sandboard-Weltmeisterschaften, die am Monte ausgetragen wurden. Platz drei belegte Lisa-Marie Führlich (München).

Sonderpreis für Strobl


Beim Boardercross gewann ebenfalls Tobias Waldenmeier, "einer der Allerbesten" (Sven Flachenecker) vor Jens Schad (Schweinfurt) und Christian Kirchberger. Bei den Damen siegte Simone Wittmann vor Charlotte Hassepass (München) und Lisa-Marie Führlich. Christian Strobl aus Amberg holte sich den Old School Award, eine Sonderwertung für das Outfit: Möglichst altes Zeug und Stiefel anziehen, mit denen alles begann. Strobl fuhr mit Pelzjacke, weißen Schlaghosen und Sonnenbrille hinunter - "der hat ausgesehen wie aus einem Film in den 50ern", lobte Flachenecker den Fahrer, der vom Publikum mit lautem Applaus für den Award gewählt wurde (Ergebnisse in den nächsten Tagen im Internet).

Nicht alleine?


Insgesamt waren beim 10. SandSpirit 54 Boarder am Start, zwei kamen aus Holland und zwei aus der Schweiz. Die weiteste Anreise hatte Martin Guerra Heredia aus Peru, der über seine Organisation den außergewöhnlichen Preis spendierte hatte. Womöglich muss Hornek nächstes Jahr nicht alleine reisen: "Ich schaue, dass wir es irgendwie hinkriegen, dass wir mit mehreren Leuten da hinfliegen. Das wäre mein Traum", sagte Sven Flachenecker.

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Alle Ergebnisse:

www.sandspirit.de
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