Fußball Kreisliga Süd
Sebastian Weih feiert gelungenen Einstand

Der vom FV Vilseck nach Hirschau zurückgekehrte Stürmer und Torschütze Sebastian Weih (Mitte) siegt im Luftkampf, beobachtet von Martin Freimuth (links hinten). Bild: Ziegler
Sport
Hirschau
01.08.2016
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Der erste Spieltag in der Kreisliga Süd bringt noch keine besonderen Überraschungen - außer, dass der Absteiger SV Freudenberg sich mit einem Remis gegen den ASV Haselmühl zufrieden geben muss.

Amberg. Rückkehrer Sebastian Weih feiert in Hirschau einen gelungenen Einstand mit dem Siegtor gegen Auerbach, und David Kruppa beschert dem SV Inter Bergsteig ebenfalls mit dem einzigen Treffer der Partie einen Dreier beim SC Luhe-Wildenau.

TuS/WE Hirschau 1:0 (0:0) SV 08 Auerbach

Tor: 1:0 Sebastian Weih (64.) - SR: Matthias Zahn (FC Großalbershof) - Zuschauer: 163.

(cgh) In einer von Taktik und Disziplin geprägten Partie gelang den Kaolinern gegen die Gäste aus Auerbach der erhoffte Auftaktdreier. Die Scholz-Truppe machte dem TuS/WE das Leben allerdings sehr schwer und hätte sich ein Remis im Grunde auch verdient gehabt. Zwei Chancen der Heimelf durch Lukas Schärtl standen im ersten Durchgang zwei Auerbacher Gelegenheiten gegenüber, auch sonst standen sich zwei gleichstarke Teams gegenüber. Die Gastgeber waren auf Ballkontrolle bedacht, agierten aber mit zuwenig Tempo, der SV 08 Auerbach lauerte auf Hirschauer Fehler, ohne diese aber entsprechend zu nutzen. Im zweiten Abschnitt erhöhten die Kaoliner nun das Tempo, ohne die sicher stehende Defensive der Gäste in Gefahr zu bringen - bis zur 64. Minute: Der kurz zuvor eingewechselte Raphael Hirmer bediente mit einer Maßflanke Heimkehrer Sebastian Weih, der Gästekeeper Philipp Hutzler per Kopf überwand. Die Riesenchance zum Ausgleich bot sich sechs Minuten vor dem Ende Manuel Trenz, dieser fand in TuS/WE-Keeper Simon Wittmann seinen Meister.

1. FC Neukirchen 2:2 (1:1) Germania Amberg

Tore: 0:1 (8.) Adrian Mayer, 1:1 (38.), David Hendrych, 2:1 (72.) Christoph Wuttig, 2:2 (94.) Michael Berend - SR: Marco Franz (Sportring Bayreuth) - Zuschauer: 162.

(röt) Der Neuling konnte sich bei seinem ersten Auftritt in der Kreisliga hervorragend präsentieren. Die Führung des Gastes kam in der 8. Minute überraschend. Eine Nachlässigkeit auf der linken Seite erbrachte für zwei gegnerische Spieler viel Freiraum, Adrian Mayer konnte dann ungehindert ins lange Eck einschießen. Der Gastgeber zeigte sich keineswegs geschockt, sondern kam zum Ausgleich. David Hendrych schoss flach ein. Die zweite Hälfte begann zerfahren, brachte dann mit einem Pfostenschuss seitens Germania mehr Leben ins Spiel. Der FCN gewann wieder die Oberhand und kam durch den schnellen Christoph Wuttig zur Führung (72.). Germania zeigte sich durch den starken Auftritt des Aufsteigers überrascht und konnte sich häufig nur durch grobes Foulspiel wehren. Kurz vor Spielende war Spielertrainer Hendrych auf dem Weg zum dritten Treffer, wurde jedoch hart gefoult, was nur mit Gelb bestraft wurde. Nach langer Unterbrechung wurde der Freistoß vergeben. Schnell wurde der letzte Angriff der Germania geführt und in der 94. Minute zum schmeichelhaften Ausgleich abgeschlossen. Neukirchen fand sich in der neuen Liga auf Anhieb zurecht, wurde aber nicht belohnt.

SV Freudenberg 2:2 (1:1) ASV Haselmühl

Tore: 1:0 Johannes Dotzler (16.), 1:1 Matthias Schmidt (24.), 1:2 Michael Dotzler (70.), 2:2 Johannes Dotzler (72. Foulelfmeter) - Besonderes Vorkommnis: (19.) Matthias Schmidt (ASV) verschießt Foulelfmeter - SR: Klaus Seidl (TSV Flossenbürg) - Zuschauer: 120.

(koa) Mit einem 2:2 müssen sich die Freudenberger gegen clever agierende Gäste aus Haselmühl begnügen. Nach jeweils einer Chance für jedes Team brachte Johannes Dotzler die Heimelf nach sehenswertem Distanzschuss in Führung (16.). Drei Minuten später vergab Gästetorjäger Schmidt die große Chance zum Ausgleich, als er einen Foulelfmeter über das Tor jagte. Fünf Minuten darauf machte er es besser, als er eiskalt zum 1:1 einschob. Nach einer halben Stunde musste die Partie wegen eines Gewitters für 20 Minuten unterbrochen werden. Nach dieser Pause agierte die Heimelf wesentlich konzentrierter und bestimmte das Spielgeschehen über weite Strecken. Auch die Gäste blieben mit ihren Konterchancen brandgefährlich, fanden aber immer wieder ihren Meister in Keeper Patrick Meiler. Als Freudenberg Mitte der zweiten Halbzeit gute Einschussmöglichkeiten durch Wagner und Daucher liegen ließ, folgte die Führung der Gäste durch Michael Dotzler (70.). Zwei Minuten später bekam das Heimteam einen berechtigten Elfmeter zugesprochen, den Johannes Dotzler zum 2:2 versenkte.

DJK Utzenhofen 4:1 (1:0) FC Edelsfeld

Tore: 1:0 (18.) Johannes Prüfling, 2:0 (50) Daniel Geitner, 2:1 (51.) Mark van den Assen, 3:1/4:1 (78./82.) Daniel Geitner - SR: Sebastian Nemetz (SC Germania Nürnberg) - Zuschauer: 115 - Besonderes Vorkommnis: (60.) Jiri Abel (Utzenhofen) verschießt Foulelfmeter - Rot: (47.) Christian Lang (Utzenhofen), Foul - Gelb-Rot: (90.) Bastian Kölbl (Edelsfeld), Foulspiel.

(aun) Am Ende hart erkämpft, aber durchaus verdient war der Auftaktsieg der DJK Utzenhofen. Die Elf von Trainer Matthias Pfeifer war feldüberlegen, vergab aber ihre Tormöglichkeiten. Edelsfeld stand in der ersten Hälfte sehr tief. Was dennoch aufs Tor kam, wurde von Schlussmann Bernd Fischer sicher gefangen. Die Gäste standen hinten sicher und warteten geduldig auf ihre Chancen. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Die Utzenhofener waren bemüht, konnten sich aber gegen die gute FC-Abwehr nicht durchsetzen. Chancen gab es nur bei Standards. In der 47. Minute wurde Christian Lang (DJK) wegen wiederholtem Foulspiel mit Rot zum Duschen geschickt. In der 50. Minute erzielte Daniel Geitner im Alleingang das 2:0. Die 60. Minute hätte durch den zugesprochenen Foulelfmeter eine Vorentscheidung geben können. Jiri Abel konnte den Foulelfmeter nicht verwerten, Torwart Bernd Fischer hielt. Die Gäste verlegten sich auf Konter, was ihnen nicht erfolgreich gelang, weil an diesem Tag die Abwehr des Gastgebers nichts zu lies. Immer wieder konnte Sturmführer Daniel Geitner nur mit Foul gehalten werden. Doch in der 78. Minute und in der 82. erzielte Daniel Geitner das 3:1 und 4:1.

1. FC Rieden 3:1 (1:1) TSV Königstein

Tore: 1:0 (10.) Daniel Humml, 1:1 (42.) Christoph Müller, 2:1 (52.) Patrick Hosch, 3:1 (78.) Tobias Eichenseer - SR: Daniel Richter (TSV 1860 München) - Zuschauer: 180.

(riw) Das Spiel begann witterungsbedingt mit Verspätung, und in der Halbzeitpause wurde wegen der heftigen Regenfälle und Gewitter ein Spielabbruch diskutiert - doch es entwickelte sich eine umkämpfte Wasserschlacht. Rieden versuchte anfangs sein Spiel aufzuziehen und Königstein zeigte in der 5. Minute mit einem brandgefährlichen Abschluss nach einem Konter, wie sie sich das Spiel vorstellen. Diese Kontertaktik durchkreuzte TSV-Keeper Thomas Bunzel, als er einen - wohl den Platzverhältnissen geschuldeten - verunglückten Abschlag nicht weit genug nach vorne brachte, und Daniel Humml das Geschenk dankend zur Führung annahm. Danach plätscherte im wahrsten Sinn die Partie zwischen den Strafräumen hin und her.

Kurz vor der Halbzeit nahm Daniel Fenk auf der rechten Seite einen Diagonalball auf und schob den Ball von vor der Auslinie in den Fünfmeterraum. Dort stand Christoph Müller goldrichtig und stellte den Ausgleich her. Gleich nach der Pause war Patrick Hosch der lachende Dritte, als er aus dem Gewühl an den Ball kam und aus kurzer Entfernung diesen ins rechte obere Toreck schlenzte. Tobias Eichenseer schaltete (78.) schneller als sein Gegenspieler Johannes Fried und versenkte den Ball zum Endstand. Patrick Mehringer hätte (80.) auf 4:1 erhöht, jedoch entschied der Linienrichter auf Abseits. In der Schlussminute entschärfte FC-Keeper Weigert einen TSV-Konter.

SC Luhe-Wildenau 0:1 (0:1) Inter Amberg

Tor: 0:1 (12.) David Kruppa - SR: Andreas Kink (Neustadt a.d. Waldnaab) - Gelb-Rot: (45.) Benjamin Schneider (Inter), Meckern - Zuschauer: 130.

In der ersten Halbzeit fand das Spielgeschehen überwiegend im Mittelfeld statt. In der 12. Minute nutzte David Kruppa eine Unachtsamkeit der Hintermannschaft des SC zum 0:1: Nach einem Einwurf von links flankte David Kubik auf Kruppa, der schob den Ball frei stehend aus sieben Metern ein. In der 30. Minute wurde Mittelfeldspieler Nico Argauer durch einen heftigen Zusammenprall mit seinem Gegenspieler schwer verletzt. Das Spiel musste für zehn Minuten unterbrochen werden. Argauer wurde mit Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch ins Kreiskrankenhaus Weiden gebracht. In der Folgezeit waren die Gäste aggressiver, aber das Spiel blieb ohne nennenswerte Torchancen. In der 45. Minute wurde Schneider wegen Meckerns mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz geschickt. In der zweiten Halbzeit kam Inter kaum über die Mittellinie. Sie verstanden es aber , das 0:1 zu verwalten.

SSV Paulsdorf 4:2 (1:1) SVL Traßlberg

Tore: 0:1 (4.) Mesud Becirovic, 1:1/2:1 (32./57.) Ilir Mujku, 2:2 (65.) Alexander Egerer, 3:2 (87.) Sebastian Fruth, 4:2 (92.) Tobias Scherm - SR: Klaus Gilch (FC Freihung) - Zuschauer: 125.

(ac) Hart kämpfen musste der SSV Paulsdorf, um einen starken SVL Traßlberg in die Knie zu zwingen. Ein überragender Schlussmann Tom Heldmann und Ilir Mujku waren die Matchwinner dieser sehr engen Begegnung. Die Platzherren waren noch ergriffen von der Ehrung ihres Spartenleiter Hans Schlosser zum 25-jährigen Jubiläum vor dem Spiel und kassierten bereits nach vier Minuten den ersten Gegentreffer durch Mesud Becirovic, der einen Rückpass in den Winkel setzte. Doch dann rollte die SSV-Angriffsmaschine und Christian Schreier und Andreas Wießnert vergaben klarste Chancen. Nach dem Ausgleich durch Mujku waren plötzlich wieder die Gäste am Drücker und SSV-Keeper Heldmann bewahrte seine Elf in drei Situationen vor einem weiteren Rückstand.

Auch nach dem Wechsel ließen die Gäste nicht nach und fanden immer wieder in Heldmann ihren Meister. Nach einem klasse Zuspiel von Tobias Scherm besorgte erneut Mujku die Führung des SSV (57.). Doch den Gästen gelang wenig später der erneute Ausgleich durch Egerer (65.). Die Gäste wollten nun mehr, doch nach einem raffiniert getretenen Freistoß von Mujku drückte Sebastian Fruth das Leder über die Linie (87.). Einen schönen Konter schloss Tobias Scherm in der Nachspielzeit zum etwas glücklichen Endstand ab.
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