Kegeln
Kracher im Kaoilinpott

Am 3. Oktober gab es das Zweitligaduell FAF Hirschau (links) gegen Rot-Weiss Hirschau zum ersten Mal. Damals gewannen die Rot-Weissen. Und auch im Rückspiel sind sie Favorit. Bild: Ziegler
Sport
Hirschau
17.12.2015
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Kracher im Kaolinpott: Am letzten Spieltag der 2. Kegel-Bundesliga Nord/Mitte in diesem Jahr steigt das Stadtduell zwischen Rot-Weiss gegen FAF. Auf dem Papier eine klare Sache, doch ein Selbstläufer wird es für den Spitzenreiter gegen das Schlusslicht sicherlich nicht.

Das Jahr könnte für die Hirschauer Kegelfans nicht besser zu Ende gehen: Am Samstag, 19. Dezember (Beginn erst um 15 Uhr), stehen sich am 13. Spieltag der 2. Kegel-Bundesliga Nord/Mitte im Sportpark am Monte Kaolino Rot-Weiss Hirschau und FAF Hirschau gegenüber. Spitzenreiter Rot-Weiss hat Heimrecht und kann das Spiel über sechs Bahnen nutzen. FAF spielt seine Heimpartien nur auf vier Bahnen und hat deshalb ein etwas ungewohntes "Heimspiel" zu absolvieren. Für die Zuschauer wird das nicht von großer Bedeutung sein. Bei ihnen steigt bereits seit Tagen die Vorfreude.

Zu Hause ohne Punktverlust


Favorit - zumindest mit Blick auf die Tabelle - ist Rot-Weiss. Das Team von Mannschaftsführer Bastian Baumer hat acht der elf Saisonspiele gewonnen und rangiert mit 16:6 Punkten auf Platz eins, einen Zähler vor dem ESV Schweinfurt und dem FSV Erlangen-Bruck. Genau umgekehrt ist die Bilanz von FAF: Acht der elf Partien wurden verloren, die 6:16 Punkte bedeuten den letzten Platz.

Doch rechtzeitig vor dem Derby konnte auch das Schlusslicht neues Selbstvertrauen tanken. Im Kellerduell gegen die SG Partenstein/Rechtenbach feierte FAF Hirschau am vergangenen Wochenende einen 6:2-Sieg. Der beständigste und beste Spieler bei FAF ist derzeit Jan Hautmann. Er ist ein Garant für gute Ergebnisse. Auch Manuel Donhauser ist nicht zu unterschätzen. Er überraschte im Vorrundenspiel (5:3 für Rot-Weiss) mit einer hervorragenden Leistung von 668 Holz und sorgte damit für einen Bahnrekord, der wohl so schnell nicht mehr zu knacken sein wird.

Doch Rot-Weiss kann selbstbewusst in die Partie gehen. Die Heimbilanz ist makellos: Alle Partien wurden gewonnen - und das überzeugend, es war nicht ein schlechterer Auftritt dabei. Allzu zurückhaltend wird der Tabellenführer nicht auftreten, auch wenn es in einem Derby immer anders zugeht, als bei herkömmlichen Spielen - und in diesem besonders. Mit dem nötigen Respekt, aber auch mit dem richtigen Selbstvertrauen gehen die Rot-Weissen in das Stadtduell. So arg strecken wie beim letzten Aufeinandertreffen wollen sie sich diesmal nicht und von Beginn an auf Angriff spielen. Gegen einen Spitzenreiter ist die gegnerische Mannschaft besonders motiviert, in diesem Fall wird das sicherlich gleich doppelt der Fall sein.

Keine Geschenke


Um eine unangenehme Überraschung zu vermeiden, haben sich die Rot-Weissen unter der Woche durch intensives und konzentriertes Training gut auf dieses Spiel vorbereitet. Ob sich der Aufwand dann auch gelohnt hat, wird sich am Samstag zeigen. Eines ist jedenfalls klar: Weihnachtsgeschenke für den Nachbarn wird es nicht geben. Denn beide Mannschaften brauchen die Punkte dringend. Rot-Weiss, um Platz eins zu verteidigen, FAF, um endlich das Tabellenende zu verlassen.
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