32-Jährige aus Hirschau stirbt bei Unfall auf der Bundesstraße 14
Mit voller Wucht gegen Laster

Ein schreckliches Bild nach einem schrecklichen Unfall: Auf der Bundesstraße 14 raste am Dienstagmorgen ein Auto frontal gegen einen Stattelzug. Bild: gf
Vermischtes
Hirschau
16.06.2015
336
0

Ist die junge Frau am Steuer eingeschlafen? Oder hat die aufgehende Sonne sie geblendet? Die Ursache für den tödlichen Unfall zwischen Gebenbach und Hirschau bleibt vorerst unklar.

Die 32-jährige BMW-Fahrerin aus dem Landkreis hatte laut Rettungskräften vor Ort keine Überlebenschance. Ihr Wagen war am Dienstagmorgen gegen 6.15 Uhr auf der Bundesstraße 14 zwischen Gebenbach und Hirschau auf die linke Fahrspur geraten. Dort raste das Fahrzeug ungebremst in einen entgegenkommenden Sattelzug. Der BMW schob sich bis zur Rückbank unter den Lastwagen und hob diesen regelrecht aus. Etwa 20 Meter weiter landete der Lkw im Straßengraben. Das Auto der Frau war zermalmt. Trümmerteile lagen über 100 Meter verstreut auf der Fahrbahn und in den angrenzenden Straßengräben.

Aus der Nachtschicht

Warum die 32-Jährige ihren Wagen auf die Gegenfahrbahn lenkte, war vorerst nicht zu klären. Ein Sachverständiger wertete am Vormittag zwei Stunden lang Bremsspuren und Deformationen an den Wracks aus, um den Unfallhergang nachzuvollziehen. Nach ersten Informationen soll die Frau auf dem Heimweg von der Arbeit gewesen sein. Sie habe die Nacht durchgearbeitet, hieß es. "Ich konnte überhaupt nichts machen", sagte der geschockte Lastwagenfahrer, der sich der Polizei eine ganze Zeit lang als Ansprechpartner zur Verfügung stellte. "Das ging alles so schnell." Der 57-Jährige, der ebenfalls aus dem Landkreis stammt, zog sich leichte Verletzungen zu.

Fahrbahn war trocken

Zur Unfallzeit war die Fahrbahn trocken. Die Frau am Steuer des BMW fuhr der aufgehenden Sonne entgegen und hätte eine leichte Rechtskurve fahren müssen. Ansonsten ist der Straßenverlauf etwa 200 Meter östlich der Abzweigung nach Krondorf übersichtlich. Die Feuerwehren aus Gebenbach, Hirschau und Kainsricht eilten zum Unfallort, außerdem ein Notarzt und ein Rettungswagen. Die Polizeibeamten aus Sulzbach-Rosenberg wurden von Kollegen aus Amberg unterstützt, die für den Schwerlastverkehr besonders geschult sind.

Öl und Benzin ausgelaufen

Die Feuerwehr richtete für den Durchgangsverkehr eine Umleitung ein und leistete technische Hilfe an der Unfallstelle. Weil Motoröl und Treibstoff ausgelaufen war, bewerteten auch Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes und des Landratsamtes das Schadensausmaß. Die Bundesstraße 14 blieb zwischen Gebenbach und Hirschau bis Mittag für den Verkehr gesperrt. Der Schaden beläuft sich laut Polizei nach ersten Schätzungen auf rund 100 000 Euro.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.