Ausstellungseröffnung „Klöppeln: traditionell – zeitgemäß – experimentell“
Alte Kunstform erlebt Renaissance

Kornelia Stöwe (rechts) beim Klöppeln, umringt von interessierten Zuschauerinnen. Sie ist eine Meisterin ihres Fachs. Bild: vt
Vermischtes
Hirschau
30.09.2016
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Seit 2014 veranstaltet Johanna Erras-Dorfner Kunstausstellungen im Schlosstreff in Hirschau. Abwechselnd sind Bilder und Handwerkskunst zu sehen. Bürgermeister Hermann Falk betonte, dass sich der Ort als kultureller Treffpunkt gut etabliert habe. Darauf sei er stolz.

Unterrock mit Spitzen


Besonders freute er sich, dass moderne Künstler aus Hirschau und Umgebung hier eine Gelegenheit bekommen, ihr Können der Öffentlichkeit zu zeigen. Die aktuelle Ausstellung trägt den Titel "Klöppeln: traditionell - zeitgemäß - experimentell". Es werden über 60 Jahre alte Klöppeltischdecken und Kunsthandwerke ausgestellt. Ein Unterrock zeigt, wofür die Spitzen noch eingesetzt wurden. Ein 90 Jahre altes Klöppelkissen, auf dem noch eine angefangene Arbeit zu bestaunen ist, rundet den historischen Teil ab.

Die modernen Werke sind alle von Kornelia Stöwe aus Hirschau. Sie hat diese alte Handwerkstechnik für sich neu entdeckt und arbeitet sowohl mit Leinen- und Baumwollgarnen als auch Metall-, Silber- und Goldfäden. Es gibt eine Vielfalt an kreativen Möglichkeiten beim Klöppeln. Und es begeistert sie, was man aus einem Faden mit Hilfe von Holzstöckchen, den Köppeln, herstellen kann. Nur durch das Verdrehen, Verkreuzen, Verknüpfen und Verschlingen der Fäden nach einem Plan entstehen Kostbarkeiten. Die alten Techniken machen ihr genau so viel Spaß wie das Experimentieren mit Draht und Klöppeln in 3D. Sie stellt sowohl Deckchen als auch Schmuck her. Die neueste Entwicklung ist, Klöppelarbeiten in Bildern zu verwenden. All diese Werke sind im Schlosstreff zu bewundern. Die interessierten Gäste wollten wissen, wie das Klöppeln geht. Kornelia Stöwe zeigte ihr Können an einer Borte, die sie zur Zeit in Arbeit hat. Eine weitere Leidenschaft von Kornelia Stöwe ist das Sticken. 19 gestickte Hummel-Bilder werden präsentiert. In der Adventszeit wird die Ausstellung durch geklöppelten Weihnachtsschmuck erweitert. Stöwe möchte das Handwerk weiter verbreiten und sucht Gleichgesinnte für einen Klöppelkreis. Dazu bietet sich Gelegenheit im Schlosstreff beim Hutzanachmittag. Alle, die gerne handarbeiten, oder auch nur plaudern wollen, sind dazu jeden ersten Donnerstag im Monat ab 15 Uhr in den Schlosstreff eingeladen, auch Männer.

Die Öffnungszeiten


Zu einem Hutza-Treffen gehört auch Musik und Singen, waren sich die Veranstalter einig. Die musikalisch Umrahmung gestaltete der Nachwuchsmusiker Manuel Pfab aus Ehenfeld mit seiner Steirischen.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Schlosstreffs (Mittwoch, Donnerstag, Freitag von 9 bis 12 und Donnerstag auch nachmittags von 15 bis 20 Uhr) geöffnet. Hutzanachmittage sind jeweils donnerstags am 6. Oktober, 3. November und 1. Dezember.
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