Beste Stimmung herrschte bei der Kirwa in Krickelsdorf
„Schöi wai allaweil“

Unter der Regie von Sonja Ringer hatten die Kirwaboum und -moidln ihre Tänze perfekt einstudiert, so auch "Hans bleib dou".
Vermischtes
Hirschau
28.05.2016
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Beste Stimmung herrschte bei der Kirwa in Krickelsdorf. Dazu trug sicher auch das sonntägliche Bilderbuchwetter bei.

Krickelsdorf. Die 155 Jahre alte Krickelsdorfer Kapelle ist der Allerheiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Deshalb feiert man in der Ortschaft seit 36 Jahren rund um den Dreifaltigkeitssonntag Kirchweih. Veranstaltet wurde das Fest wieder von KLB und KLJB sowie der Gastwirtsfamilie Wittmann. Das Motto lautete "Kirwa wöi allaweil" und das Fest war auch "schöi wöi allaweil", wie sich die zahlreichen Gäste einig waren, die scharenweise in das Dorf pilgerten. Die Besucher empfanden es als angenehm, dass die Musikgruppen ohne Verstärker aufspielten und von Tisch zu Tisch gingen.

27 Meter hoher Baum


Den Auftakt machte das Aufstellen des 27 Meter hohen Baumes. Bernhard Wiesmeth führte das Kommando, als die kräftigen Burschen das Wahrzeichen auf dem Dorfplatz in die Senkrechte hievten. Die Gäste wurden derweil mit Kaffee und Kücheln bewirtet. Abends herrschte prima Stimmung, wozu D'Lausbuam mit ihrer schmissigen Musik wesentlich beitrugen.

Dass ihre Kirwa für die Krickelsdorfer ein christliches Fest ist, zeigte sich beim Gottesdienst, den Ruhestandspfarrer Konrad Kummer, assistiert von Diakon Richard Sellmeyer, auf dem Dorfplatz zelebrierte. Dieser widmete seine Predigt der Heiligen Dreifaltigkeit. Er überzeugte dabei nicht nur verbal, sondern erwies sich als geübter Jongleur. Drei Tennisbälle symbolisierten Gott Vater, seinen Sohn Jesus Christus und den Heiligen Geist. Mit ihnen versuchte er, sich der Vorstellung vom dreifaltigen Gott anzunähern. Wie der menschliche Verstand es nicht schaffe, die drei Bälle voneinander zu unterscheiden, so könnten die Menschen die Dreifaltigkeit nur bruchstückhaft erfassen. Wichtigstes Element sei die "Antriebskraft Gottes, die Liebe".

Mittags herrschte Großbetrieb auf dem Festgelände. Als die Kirwaboum und -moidln bei 29 Grad im Schatten zum Baumaustanzen aufmarschierten, säumten weit über 100 Zuschauer den sonnenüberfluteten Dorfplatz. Zu den Klängen der Dagesteiner Musikanten zeigten die Paare traditionelle, von Sonja Ringer perfekt einstudierte Tänze. Vom "Hans bleib dou" über die "Schleudermazurka" und die "Schee Marie" bis hin zum "Siebenbürger Rheinländer" und der "Sternpolka" war alles zu sehen.

Oberkirwapaar ermittelt


Der Kirwawalzer endete mit der Kür von Carina Hüttner und Jonas Wiesmeth zum neuen Oberkirwapaar. Heimatpfleger Dieter Kohl und seine Höidlbrummer erwiesen sich bis in die Nacht hinein als Garant für beste Stimmung.

Am Montag fanden sich die Mitarbeiter vieler Firmen aus der Umgebung zum Mittagessen beim Linde-Wirtshaus ein. Abends spielten D'Allerscheynst'n auf. Den Kirwabaum verloste Showmaster Wolfi Siegler. Gewinnerin war Maria Wittmann aus Ebersbach. Die ehemalige Krickelsdorferin darf sich nun um den Abbau und eine kleine Brotzeit für die Kirwaleit kümmern.
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