Bürgermeister Hermann Falk empfängt neue Rektorin an Hirschauer Grund- und Mittelschule und ...
Mehr Dienstleisterin als Chefin

Birgit Härtl ist die neue Leiterin der Hirschauer Grund- und Mittelschule und der Ehenfelder Grundschule. Bürgermeister Hermann Falk empfing sie in seinem Amtszimmer im Rathaus. Bild: u
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Hirschau
23.08.2016
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Seit 1. August haben die Hirschauer Grund- und Mittelschule und die Ehenfelder Grundschule mit der 40-jährigen Birgit Härtl eine neue Schulleiterin. Bürgermeister Hermann Falk war es ein Anliegen, die Nachfolgerin von Rektor Hans Meindl bald kennenzulernen und empfing sie im Rathaus.

Eine Tirschenreutherin


Bevor die Tirschenreutherin mit dem Rathaus-Chef die Situation an der Schule erörterte, versicherte sie, dass sie sich auf ihre neue Aufgabe freue. Die Fahrten zwischen ihrem Wohnort Tirschenreuth und Hirschau - immerhin einfach 57 Kilometer - stellten für sie kein Problem dar.

Stichwortartig schilderte Birgit Härtl die Stationen ihrer beruflichen Laufbahn. Nach dem Studium an der Universität Regensburg unterrichtete sie von 2000 bis 2002 während ihrer Seminarzeit an der Volksschule Plößberg, ab 2002 als Grundschullehrerin in Karlsfeld im Landkreis Dachau. Dort wurde sie 2006 zur Konrektorin befördert. Im Jahr 2012 wechselte sie zurück in die oberpfälzische Heimat als Konrektorin an die Grundschule Auerbach.

Eingespieltes Team


In ihrem neuen Amt als Schulleiterin sieht sie sich nach eigenen Angaben primär "als Dienstleisterin, weniger als Boss und Chef". Im neuen Schuljahr erwartet Härtl in der Grundschule 137 Schüler, die von 14 Lehrkräften in sechs Klassen unterrichtet werden. Die Mittelschule schrumpft von drei auf zwei Klassen mit insgesamt 48 Schülern, für die vier Lehrer zur Verfügung stehen. Die 36 Schüler der Ehenfelder Schule werden in zwei Kombi-Klassen von drei Lehrkräften unterrichtet.

Für den Schulstandort Hirschau erachtete sie die offene Ganztags-Grundschule als ein besonders positives Markenzeichen, das noch mehr propagiert werden sollte. Vorschusslorbeeren hatte sie für ihr Lehrerkollegium parat: "Das ist ein seit Jahren eingespieltes, bewährtes Team." Auf dieses warte im Schuljahr 2016/17 mit der externen Evaluation eine besondere Herausforderung.

Für Bürgermeister Falk war dies das Stichwort, der neuen Rektorin eine große Herausforderung anzukündigen, die 2018 auf sie zukommt - die Sanierung des Schulgebäudes. Dafür liege seit 2015 die schulaufsichtliche Genehmigung vor. Derzeit laufe eine Bauprüfung durch die Regierung der Oberpfalz. Die Pläne seien fertig für die Förderanträge. Von der Sanierung betroffen seien die Bauabschnitte drei und vier des Schulkomplexes. Der erste Bau behalte seine bisherige Funktion. Im Bau zwei werde die Ganztagsschule untergebracht. Falk kündigte an, dass die Schulleitung selbstverständlich in die Detailplanung einbezogen werde.

Seine Gratulation zur Beförderung und sein Angebot zur Zusammenarbeit verband Bürgermeister Hermann Falk mit dem Hinweis, dass Birgit Härtl die erste weibliche Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Hirschau ist. Nach dem Krieg habe es mit Xaver Leistl (bis 1968), Wenzel Mrasek (1968 bis 1984), Bruno Martin (1984 bis 2002), Albert Rösch (2002 bis 2010) und Hans Meindl (2010 bis 2016) nur männliche Rektoren gegeben. Als die Grund- und die Hauptschule noch selbstständige Einheiten waren, sei allerdings bis 1976 die Grundschule von Rektorin Schwester Agnieska Häberl geleitet worden.
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