Ein Baum für den Papst
Schwere Fracht für Papa

So wird das Banner aussehen, mit dem die 32 Meter lange Fichte die Reise nach Rom antritt. Bürgermeister Hermann Falk freut sich auf die "Post für Papa". Bild: upl
Vermischtes
Hirschau
26.10.2015
21
0

Die Vorbereitungen für den Transport des Papst-Christbaumes nach Rom gehen in die nächste Runde. Jetzt präsentierte Bürgermeister Hermann Falk den Slogan für das Unternehmen und äußerte sich noch einmal zu den Kosten.

Wenn der Tieflader mit der 32 Meter langen Fichte am Montag, 23. November, Richtung Rom aufbricht, wird ein großes, rotes Transparent an dem Gefährt prangen: "Post für Papa" steht darauf in dicken weißen Lettern geschrieben. Mit diesem Banner ausgestattet fährt die in Immenreuth (Kreis Tirschenreuth) ansässige Crew der Firma Markgraf den Baum rund 1200 Kilometer durch Europa. Die Jungs vom Bauunternehmen bekommen Geleitschutz von den drei beteiligten Kommunen. Ehrenamtliche aus den Spender-Gemeinden Freudenberg, Hirschau und Schnaittenbach haben sich bereiterklärt, den Transport mit Privatautos und einem Wohnmobil zu begleiten.

Die Kassen schonen


Wer die Strecke von Hirschau nach Rom mit einem Auto an einem Stück bewältigen will, braucht mindestens zwölf Stunden. Der Christbaum für den Papst allerdings ist drei Tage unterwegs. Seine Ankunft am Petersplatz ist für Donnerstag, 26. November, geplant. Drei Nächte also muss die auserkorene Pracht-Fichte an irgendwelchen Autobahn-Rastplätzen zwischen Brenner und Monterotondo abgestellt werden, damit die Fahrer ihre Ruhezeiten einhalten können. Die Ehrenamtlichen lassen das gute Stück auch in der Dunkelheit nicht aus den Augen, damit dem Baum kein Zweiglein knickt.

Ehrenamt ist das Stichwort für den Hirschauer Bürgermeister Hermann Falk. In seinem Rathaus laufen bei der Vorbereitung die Drähte zusammen. "Wir haben uns natürlich lange überlegt, ob wir das Vorhaben stemmen können", erklärt er. Letztendlich seien die drei Nachbarkommunen in der Pflicht gestanden, nachdem der gemeinsame Agenda-21-Arbeitskreis schon vor einigen Jahren in Rom angefragt und prompt den Zuschlag erhalten habe. Wichtigste Vorgabe sei bei der Entscheidung gewesen, dass für die öffentlichen Kassen der Gemeinden keine überbordenden Kosten entstehen.

"Im Prinzip wird die ganze Aktion von Privatunternehmen gesponsert", erklärt Falk. Diese aufzutreiben, sei die eigentliche Herausforderung gewesen. Als der Festspielverein Waldmünchen vor drei Jahren den Papst-Christbaum geliefert hat, seien Kosten von etwa 50 000 Euro angefallen. "In dieser Größenordnung werden wir uns auch bewegen." Den Löwenanteil bringen das Bauunternehmen Markgraf (Bayreuth/Immenreuth) und die Kranfirma Einhäupl (Weiden) auf. Sie kümmern sich um das Fällen und den Transport des Baumes. Hinzu kommt noch das Verschicken der Waren für den Oberpfälzer Weihnachtsmarkt, der die Illumination am Freitag (18. Dezember) vor dem vierten Advent begleiten soll. "Auch diese Kosten übernimmt ein Sponsor."

Bleibt für die Kommunen der Aufwand, der für die Organisation des Spektakels betrieben wurde. "Die Vorzimmer von mir und meiner beiden Kollegen waren natürlich in den vergangenen Wochen gefordert", berichtet Falk. "Aber das schränkt die Leistungsfähigkeit unserer Kommunen nicht ein." Wenn nötig, helfen die Bauhof-Mitarbeiter beim Fällen, Lagern und Abtransport.

"Eine schöne Werbung"


Für die Geldgeber habe die Baum-Aktion den selben Effekt wie für die Gemeinden. "Für uns ist das eine schöne Werbung", sagt Falk, der bisher kaum Kritik gehört hat. Im Gegenteil. Dass sich binnen kürzester Zeit rund 300 Bürger für die Romfahrt zur Illumination des Baumes angemeldet haben, ist für ihn Beweis, dass seine Leute hinter ihm stehen. Er freut sich schon, die "Post für Papa" auf Reisen zu schicken.
Weitere Beiträge zu den Themen: Vatikan-Baum (18)Papstpost (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.