Elterngruppe des Kindergartens und der Kinderkrippe St. Wolfgang absolviert Erste-Hilfe-Kurs am ...
In jeder Ecke lauern Gefahren auf die Kleinen

Vermischtes
Hirschau
12.02.2016
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Jedes Jahr verunglücken in Deutschland rund 1,7 Millionen Kinder im Alter unter 15 Jahren. 60 Prozent der Unfälle passieren zu Hause. Daher tun Eltern gut daran, sich für diesen Fall zu wappnen - am besten durch das Absolvieren eines Erste-Hilfe-Kurses am Kind.

Genau dies machte eine Elterngruppe des Kindergartens und der Kinderkrippe St. Wolfgang auf Anregung der Beiratsvorsitzenden Jentry Meißner. Die Mütter und Väter nutzten das Angebot des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und ließen sich von Rettungsassistent Thomas Zwick knapp vier Stunden lang in Theorie und Praxis auf den Eventualfall vorbereiten. Einleitend wies der Kursleiter darauf hin, dass Kinder bis zum vierten Lebensjahr keinerlei Gefahrenbewusstsein haben. Erst als Achtjähriges könne ein Kind Risiken vorhersehen. Wirkliches Gefahrenbewusstsein sei erst ab einem Alter von 14 Jahren entwickelt.

Nicht alles zu vermeiden


In den ersten sechs Lebensmonaten sind Sturzunfälle, vor allem vom Wickeltisch, am häufigsten. Kleinkinder verschlucken Gegenstände, ziehen sich Verbrennungen, Verbrühungen, Vergiftungen und Verätzungen zu, stürzen beim Treppensteigen oder erleiden Elektrounfälle. Viele Unglücke ließen sich durch Sicherheitsmaßnahmen vermeiden, aber eben nicht alle.

Ausführlich und anschaulich erläuterte Zwick die Ursachen von Verbrennungen und Verbrühungen und die sofort einzuleitenden Gegenmaßnahmen. Er zeigte auf, was bei Störungen der Atemtätigkeit oder der Herz-Kreis-Funktion zu tun ist. Ausdrücklich ermahnte er, Wasch-, Spül- und Pflanzenschutzmittel sicher zu verschließen und schwer zugänglich aufzubewahren. Er erklärte, wie Vergiftungen und Verätzungen durch Chemikalien, Laugen, Säuren, Pflanzen, Beeren oder Pilze zu erkennen und welche Gegenmaßnahmen zu ergreifen sind.

An Puppen geübt


Gern nahmen die Teilnehmer das Angebot an, an Übungspuppen die richtigen Handgriffe bei Erstickungsnotfällen und die Herz-Lungen-Wiederbelebung zu trainieren. Auch die stabile Seitenlage wurde in der Praxis geübt. Erwachsene, so Zwick, müssten die Rettungskette kennen. Die Notrufnummern des Rettungsdienstes, der Polizei, der Feuerwehr und des Ärztlichen Notdienstes müssten jederzeit im Kopf abrufbar sein. Für den Fall des Notrufs seien unbedingt die fünf W zu beachten: "Wo ist etwas geschehen? Was ist geschehen? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Art der Erkrankung/Verletzung liegt vor? Warten auf Rückfragen."

Den Eltern verging dank der anschaulichen Beispiele und der interessanten, praxisnahen Kursgestaltung durch Thomas Zwick die Zeit wie im Flug. Für die Teilnehmer stand abschließend fest, dass die Erste Hilfe am Kind eine unschätzbare Möglichkeit darstellt, die Gesundheit der Kinder zu schützen und zu bewahren.
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