Frau-Holle-Märchenstunde im Hirschauer Seniorenheim St. Barbara
Fit am Spinnrad

Märchen eignen sich ausgezeichnet dafür, das Gedächtnis und Denkvermögen von Senioren zu aktivieren. Zur Frau-Holle-Märchenstunde im Seniorenheim St. Barbara hatte Hildegard Kohl (rechts) ein Spinnrad mitgebracht. Johanna Rühl war von dem Gerät so angetan, dass sie zehn Minuten lang das Spinnen demonstrierte. Bild: u
Vermischtes
Hirschau
19.10.2016
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Märchen mit ihrer symbol- und bildhaften, einfachen Sprache eignen sich ausgezeichnet dafür, das Gedächtnis und Denkvermögen von Senioren, insbesondere von demenziell Erkrankten, zu aktivieren. Offenkundig wurde dies bei der Frau-Holle-Märchenstunde im BRK-Seniorenheim St. Barbara. Die Lehrerin für Pflegeberufe Hildegard Kohl ließ sie zu einem Gewinn für Heimbewohner und Gäste werden. Für musikalischen Schwung sorgte die Klangbrettgruppe der Caritas-Sozialstation mit vertrauten Volksliedern, Polkas und Walzern.

Nachdem Kohl das Märchen ausdrucksstark vorgetragen hatte, stellte sich heraus, dass die Geschichte von Frau Holle zu den Lieblingsmärchen der Zuhörer gehörte. Lebendig wurde es bei den pantomimischen Bewegungsübungen wie dem Pflücken und Schneiden der Äpfel oder dem Rühren und Abfüllen des Kompotts. Konzentriert ertasteten die Senioren die in Säckchen verpackten Äpfel, die rohe, gewaschene und gesponnene Schafwolle, den geriffelten Flachs und ein gewebtes Leinentuch. Kognitiv gefordert waren sie, als es galt, Sätze aus dem Märchentext zu vervollständigen. Großen Spaß bereitete die Schneeballschlacht mit zerknülltem Zeitungspapier.

Hauptattraktion war allerdings das Spinnrad, das Kohl mitgebracht hatte. Heimbewohnerin Johanna Rühl war davon so angetan, dass sie sich von dem Gerät fast nicht mehr trennen wollte und den Anwesenden begeistert das Spinnen demonstrierte.
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