Gemeinsame Rektorin für drei Schulen
Navi lotst Birgit Härtl ins Kaolinrevier

An der Grund- und Mittelschule Hirschau und der Grundschule Ehenfeld hat eine neue Ära begonnen. Die neue Schulleiterin Birgit Härtl wurde offiziell in ihr Amt eingeführt.Von links: Bürgermeister Hermann Falk, Verbund-Koordinator Rektor Heinz Meinl (Hahnbach), Elternbeiratsvorsitzende Beate Dietrich, Schulleiterin Birgit Härtl, Schulrätin Beatrix Hilburger, Konrektor Josef Schmaußer und Schulleiterin Petra Ligensa aus Vilseck. Bild: u
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Hirschau
04.10.2016
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Erstmals in ihrer Geschichte haben die beiden Grundschulen Hirschau und Ehenfeld sowie die Hirschauer Mittelschule mit Birgit Härtl eine Frau als gemeinsame Schulleiterin. Bei ihrer Amtseinführung wurde sie so sehr mit Lob bedacht, dass sie bescheiden abwiegelte.

Hirscha. (u) "Die vielen Vorschusslorbeeren habe ich nicht verdient", sagte sie. Mit einer Rumba hatte die von Lehrer Alois Feyrer geleitete Flötengruppe die kleine Feierstunde in der Schulaula eröffnet. Zahlreiche Ehrengäste hieß Konrektor Josef Schmaußer willkommen. "Sie ist schon eine von uns", versicherte er und attestierte der neuen Chefin, sich in den ersten drei Schulwochen Respekt, Anerkennung und Sympathien erworben zu haben. Die Tirschenreutherin sei im wahrsten Sinne des Wortes "in angekommen": Diese Aussage untermauerte Elternbeiratsvorsitzende Beate Dietrich mit dem Satz: "Sie passt ganz gut zu uns".

Dienst in Oberbayern


Schulrätin Beatrix Hilburger blätterte in Härtls Fahrtenbuch. 2015 habe sie in ihr berufliches Navi Hirschau und Ehenfeld als Zielorte eingegeben und diese am 1. August 2016 erreicht. Ihre Laufbahn habe sie als Lehramtsanwärterin an der Volksschule Plößberg begonnen. Nach der zweiten Lehramtsprüfung sei sie nach Oberbayern an die Grundschule Karlsfeld versetzt und dort 2007 zur Konrektorin ernannt worden. Als solche sei sie 2012 in die Oberpfalz an die Grundschule Auerbach zurückgekehrt. Härtl sei federführend in Sachen Unterricht in jahrgangskombinierten Klassen zuständig gewesen, auch als Multiplikatorin für den neuen Grundschullehrplan. Sie habe an einem Schulbuch mitgewirkt und werde als Referentin in der Lehrerfortbildung sehr geschätzt.

Das Profil der Schulen in Hirschau und Ehenfeld sei unter anderem geprägt von der Offenen Ganztagsschule in der Grundschule und der Teilnahme an der Konzeption der flexiblen Grundschule. Als Schulleiterin habe sie die Chance, die Grund- und Mittelschule auf ihrem bereits eingeschlagenen Weg zu einer "guten, gesunden teilautonomen Schule zu begleiten". Auf die anstehenden Aufgaben sei sie gut vorbereitet. Hilburger schloss ihre Rede mit dem Wunsch, dass sich Härtls Navi nicht irgendwann mit den Worten meldet: "Wenn möglich bitte wenden!" Bürgermeister Hermann Falk blickte der "neuen Ära" optimistisch entgegen: "Frauenpower ist gefragt und die haben wir jetzt!" Er sei sicher, dass Härtl die Schule hervorragend führen werde. "Sie passen einfach hierher und halten das Schiff Grund- und Mittelschule Hirschau auf klarem Kurs", sagte er zur neuen Rektorin.

Die modernen Räume, so Falk augenzwinkernd, existierten im Moment nur auf den Plänen. Bei ihrer Bewerbung habe sie gewusst, dass mit der Generalsanierung des Schulhauses eine große Baumaßnahme ansteht. Er freue sich, dass sie sich der Herausforderung stellt, die nicht so einfach zu bewältigen sei. Die Baustelle werde viel persönliches Engagement und Energie erfordern.

Birgit Härtl sieht sich nach eigenen Worten als Dienstleisterin für alle an der Schule Beteiligten. Da für sie die Menschen im Mittelpunkt stehen, werde sie für alle aus der Schulfamilie ein offenes Ohr haben. Ihre Idee von Schule sei es, viele Arbeitsprozesse zu erleichtern. Da sie Technik und alles, was mit digitalen Medien zu tun hat, liebe, wolle sie die Schule auf diesem Gebiet auf den aktuellen Stand bringen.

Keine Hausaufgaben


Die Erstklässler hatten das Lied "Hurra, ich bin ein Schulkind" geschmettert. Damit Härtl für die kommenden Aufgaben gewappnet sei, füllten die Kinder aller Klassen einen Notfallkoffer mit wichtigen Utensilien. Lautstark freuten sie sich über die Ankündigung der Rektorin, dass der Tag hausaufgabenfrei sei.
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