In Hirschau Informationsabend über das Schwerbehindertenrecht
Kinder müssen selten zahlen

Vermischtes
Hirschau
18.02.2016
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Das Schwerbehindertenrecht ist eine komplizierte Materie. Dass man diese verständlich und interessant darstellen kann, das bewies Wolfgang Hahn, ehemaliger Mitarbeiter im Sozialamt der Stadt Amberg, bei seinem Vortrag "Soziale Rechte - Ansprüche und Leistungen" im katholischen Pfarrheim. Der Infonachmittag, zu dem Sozialstation, BRK-Seniorenheim, Frauenbund und Seniorentreff eingeladen hatten, stieß auf große Resonanz.

Der Referent machte deutlich, dass das Schwerbehindertenrecht den betroffenen Personen Steuerfreibeträge entsprechend dem Grad der Behinderung zubilligt. Dies gilt ebenso für Familienangehörige. So beläuft sich der Pauschalbetrag wegen außergewöhnlicher Belastungen für Personen, denen das Merkzeichen H (hilflos) oder BL (blind) zuerkannt wurde, auf 3700 Euro. In welchen Fällen Verwandte ersten Grades zum Unterhalt herangezogen werden, erläuterte er anhand eines Rechenbeispiels.

Zur Anpassung von Miet- und Eigenwohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung gibt es leistungsfreie Darlehen bis zu einem Höchstbetrag von 10 000 Euro je Wohnung. Hierbei ist der Abzug eines Freibetrags von 4000 Euro für jeden Haushaltsangehörigen mit einem Behinderungsgrad von wenigstens 50 Prozent bei der Ermittlung des maßgeblichen Einkommens möglich. Erfreut nahmen die Zuhörer zur Kenntnis, dass bei der Beanspruchung von Leistungen nach dem Grundsicherungsgesetz die Heranziehung Unterhaltspflichtiger entfällt, so lange deren Jahreseinkommen die Grenze von 100 000 Euro nicht übersteigt. Kinder müssen also nur selten zahlen.
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