Karl Schwinger aus Hirschau 90 Jahre
Dank Sport gesund und alt

Karl Schwinger (Mitte) feierte 90. Geburtstag, wozu ihm unter anderem seine Frau Rita und Bürgermeister Josef Birner gratulierten. Bild: hfz
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Hirschau
08.03.2016
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90. Geburtstag feierte Karl Schwinger im Kreise seiner Verwandten und Freunde. 2. Bürgermeister Josef Birner überbrachte die Glückwünsche im Namen von Landrat Richard Reisinger sowie der Stadt.

Als Sohn des Schreiners Josef Schwinger und dessen Frau Barbara wuchs er mit vier Brüdern und einer Schwester in unmittelbarer Nähe der Hirschauer Keramikfabrik auf. Der leidenschaftliche Familienforscher erzählt: Die Schwingers waren 1826 bei der Gründung der Fabrik mit die ersten Arbeiter. Ganze Generationen der Familie waren bis zur Schließung der Fabrik als Keramikmaler und Arbeiter dort beschäftigt.

Nach Abschluss der damaligen achtklassigen Volksschule erlernte Karl Schwinger bei der Firma Gebrüder Braun den Beruf des Bürokaufmanns. Gleich nach Beendigung der Ausbildung 1943 wurde er mit 17 Jahren zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und kam nach Grundausbildung und Lehrgang zum Flak-Geschützführer sofort an die Westfront nach Südfrankreich. Im April 1945 wurde er im Alter von 19 Jahren von den Amerikanern gefangen genommen und an die Franzosen übergeben. Als Kriegsgefangener in der Landwirtschaft und als Waldarbeiter eingesetzt, wurde er erst 1949 in die Heimat entlassen. 1949 fand Schwinger bei den Amberger Kaolinwerken eine Anstellung, zuerst in verschiedenen Abteilungen des Betriebes, dann im Büro. Bis zum Ruhestandseintritt 1989 war er bei AKW 40 Jahre beschäftigt. Anfang der 50er-Jahre lernte er seine Rita kennen. Nach der Heirat bauten die beiden 1956 in der damaligen Rittersiedlung, heute Blumenstraße, ein Haus. Zwei Söhne und eine Tochter wurden geboren die wiederum mit fünf Enkeln und ebenso vielen Urenkeln zum Geburtstag gratulierten.

Karl Schwinger trat dem Gartenbauverein bei und war von 1961 bis 1975 dessen Vorsitzender. Der Bau der damals modernsten Obstverwertungsanlage im Landkreis sowie die zahlreichen Baumschneidekurse fielen in seine Amtszeit. Noch heute baut er sein Gemüse selber an.

Eine große Leidenschaft ist ihm der Turnverein, dem er schon mit zehn Jahren beitrat. Die Stadt hatte damals noch keine eigene Turnhalle, trainiert wurde im alten Ertl-Saal. Noch mit 80 Jahren leitete er die wöchentliche Gymnastik- und Spielstunde der Senioren. So war es selbstverständlich, dass an seinem Ehrentag die Turner mit dabei waren. Wie Schwinger meint, haben ihn der Sport und die Gartenarbeit an der frischen Luft so gesund bleiben und alt werden lassen.
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