Kirchenführung in Hirschau
Zwergerl unter Riesenglocke

Sieben Mamis, einen Papi und 16 Kinder - unter ihnen die erst vier Monate alten Drillinge Lukas, Lena und Leopold Meindl - führte Diakon Sellmeyer (links) durch die Kirche. Zur Führung eingeladen hatte der Zwergerltreff. Mit Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann ging es später auf den Turm. Bild: u
Vermischtes
Hirschau
11.07.2016
26
0

Für das Zwergerltreff ist die Stadtpfarrkirche eine vertraute Umgebung. Mit ihren Eltern feiern die Kinder dort regelmäßig Wortgottesdienste. Nun lernten sie das Gotteshaus genauer kennen. Mit Pfarrer Hans-Peter Bergmann ging es sogar auf den Turm.

Hirschau. (u) Die Führung hatte zunächst Diakon Richard Sellmeyer. Er fütterte sieben Mütter, einen Vater und 16 Kinder - unter ihnen die erst vier Monate alten Drillinge Lukas, Lena und Leopold Meindl - mit Jahreszahlen und sonstigen Fakten. Doch nicht nur das: Sie sollten das Gotteshaus mit Weitblick erleben.

Würdevoll benehmen


Bevor es zum Hochaltar ging, wurde zuerst über generelle Unterschiede zwischen evangelischen und katholischen Kirchen nachgedacht. Sellmeyer erklärte zunächst, dass sich Besucher in einem Gotteshaus würdevoll benehmen und bewegen sollen. Genau betrachtet wurde der Hochaltar mit dem Tabernakel, den links und rechts neben ihm befindlichen Reliefs und den Figuren am Hochaltar, über den Chorstühlen und an den Seitenaltären. Mit den Attributen der Heiligenfiguren konnte auf deren Namen geschlossen werden. Nach einem Blick auf die Stadtheiligen Placidus und Pius, die je unter den Seitenaltären liegen, wies der Diakon auf die Medaillons an der Decke hin, die die Motive Mariä Verkündigung, den Kreuzweg und die Krönung Mariens zeigen. Dann machte er auf das Bild an der Brüstung aufmerksam, das die Gottesmutter als Schutzfrau der Stadt Hirschau zeigt.

Turm in 52 Metern Höhe


Dem Motto, die "Kirche mit Weitblick zu erleben", wurde der zweite Teil der Führung, den Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann übernahm, im wahrsten Sinne des Wortes gerecht. Mit ihm ging es ans große Abenteuer - den 52,5 Meter hohen Kirchturm hinauf zu den großen Glocken. Vorsichtshalber hielten sich die Kleinen gleich die Ohren zu, bevor es später tatsächlich laut fünf Uhr nachmittags schlug. Sieben Glocken konnten die Kinder zählen, wobei die kleinste die älteste ist und geläutet wird, wenn ein Mitglied aus der Pfarrgemeinde verstorben ist. Nicht ganz einfach war es, die Kinder für ein Foto unter eine Glocke zu bringen. Pfarrer Bergmann: "Die Glocken müssen so groß sein. Denn alle sollen sie hören und wissen: Wir sind eingeladen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.