Leserbrief zu "Windkraft: Umverteilung des Kapitals von unten nach oben"
Keine konstruktiven Vorschläge

Vermischtes
Hirschau
13.10.2016
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Es war vorauszusehen, dass die Gegner des Windparks Pamsendorf kein gutes Haar an diesen nachhaltigen Energieerzeugern lassen. Die Argumentation gegen den Windpark wiederholt sich ständig, etwa mit unsinnigen Zahlenspielen wie den 1700 Volllaststunden. Hat irgendjemand im Vorfeld etwas anderes behauptet? Nein. Unterschlagen wird, dass in der restlichen Zeit die Anlagen keineswegs stillstehen, sondern oft weiter ansehnliche Strommengen produzieren, nur eben nicht auf Volllast.

Statt des Torpedierens der Energiewende würde ich mir konstruktive Vorschläge wünschen. Neben einem Verbund verschiedener Energieerzeugungsarten führt an einer intensiven Forschung zur Speicherung kein Weg vorbei. Warum zeigen die Energiewende-Schlecht-Redner nicht das gleiche Engagement, wenn es darum geht, die ins Unkalkulierbare steigenden Kosten für die "sichere" Atommüll-Endlagerung den Verursachern aufzuzwingen, statt die Bürger dafür geradestehen zu lassen? Wo waren sie, als der Verkauf von mitteldeutschen Braunkohlezechen nach Tschechien eingetütet wurde, was Mitteleuropa-weit eine Verschlechterung der Luftqualität bringen wird? Jeder einzelne Haushalt, Kleinbetrieb und Mittelständler kann viel für die Umwelt tun: Zum Beispiel durch ein Blockheizkraftwerk oder durch eine PV-Anlage mit Eigenverbrauchs-Regelung und nachgeschaltetem Batteriespeicher.

Michael Flierl,92242 Hirschau
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1 Kommentar
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 05.11.2016 | 23:09  
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