Missionskreuz am Hirschauer Marktplatz saniert
Frisch vergoldet

Rechtzeitig zum 42. Marktplatzfest des Musikzugs, das heute und morgen gefeiert wird, war die Restauration des Missionskreuzes fertig. Seit Anfang der Woche schmückt es vor dem künftigen Haupteingang des Rathauses die Innenstadt. Morgen erhält es nach der Messe durch Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann den kirchlichen Segen. Bilder: u (2)
Vermischtes
Hirschau
13.08.2016
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Seit fast 200 Jahren steht vor dem Rathaus ein Missionskreuz. Im Zuge der Marktplatzsanierung machte sich Stadtheimatpfleger Sepp Strobl für eine Generalrestaurierung des Kruzifixes stark, an dem der Zahn der Zeit kräftig genagt hatte. Nun ist das Werk vollbracht.

Zahlreiche Schaulustige waren dabei, als im April unter Strobls Regie das rund sechs Meter hohe und 800 Kilogramm schwere gusseiserne Kreuz abgebaut wurde. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sicherten die Aktion mit einem Bagger ab. Dann begannen umfangreiche Restaurierungsarbeiten. Erster Akt war das Demontieren des Kreuzes in der Werkstatt der Firma Seidl und Pöppl. Schadhafte Teile wurden ausgebessert, eine neue Haltevorrichtung gefertigt. Das renovierte Kreuz wurde über den am Granitsockel verbliebenen alten Teil geschoben und verbohrt. So brauchte nicht mehr vor Ort geschweißt werden, ein Vorteil für spätere Restaurierungen.

Ältere Hirschauer erinnern sich, dass am Vorgängerkreuz bis zur Altstadtsanierung 1963 über dem Christuskörper eine Schutzüberdachung angebracht war. Sie fiel damals dem Zeitgeist zum Opfer. Auf Strobls Anregung entschied man sich, den Originalzustand wieder herzustellen. Nach den Metallarbeiten wurden Kreuz und Corpus sandgestrahlt und von der Firma Märkl durch thermisches Spritzverzinken vor Korrosion geschützt. Der Anstrich des Kreuzes war Sache des Meisterbetriebs Hauk. Der Christuskörper und die ebenfalls neue Kreuzesinschrift INRI sowie Teile der Überdachung bekamen nach 50 Jahren durch Kirchenmaler und Restaurator Josef Gruber eine neue Vergoldung.

In der Zwischenzeit hatte Sepp Strobl den Sockel, der großteils mit Teerfarbe bestrichen war, mit einem Nadelhammer gereinigt. Dabei kam die am unteren Teil des Kreuzes eingegossene Jahreszahl 1896 zum Vorschein. In diesem Jahr soll ein Sturm das alte Kreuz umgeworfen und beschädigt haben, weshalb sich der Magistrat für ein neues Kreuzes aus Gusseisen entschlossen hatte.
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