Notfallseelsorger widmen sich der psychosozialen Seite von Unglücken
70 bis 80 Einsätze pro Jahr

Peter Bublitz ist der leitende Notfallseelsorger im Landkreis. Bild: fdl
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Hirschau
08.03.2016
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Ehenfeld. Notfallseelsorge im Landkreis Amberg-Sulzbach - mit Diakon Peter Bublitz hatte der Pfarrgemeinderats-Arbeitskreis "Über den Tellerrand schauen" einen Mann der ersten Stunde zu diesem Thema gewonnen.

Der leitende Notfallseelsorger im Landkreis hatte 1995 mit einigen Seelsorgern aus den Pfarreien begonnen, die Psychosoziale Notfallversorgung aufzubauen. Pro Jahr kommen 70 bis 80 Einsätze zusammen, die von Unfällen aller Art über Suizide bis hin zum Überbringen von Todesnachrichten zusammen mit der Polizei reichen. Das Seelsorgeteam setzt sich zusammen aus drei katholischen Diakonen, einem Gemeindereferenten, zwei evangelischen Pfarrern und einem evangelischen Diakon. Alle üben sie diese Tätigkeit ehrenamtlich aus, ebenso wie das Team des Kriseninterventionsdienstes, mit dem die Notfallseelsorger eng zusammenarbeiten.

Träger der Einrichtung sind die evangelische und die katholische Kirche, das Bayerische Rote Kreuz sowie der Malteserhilfsdienst. Da auch die Helfer selbst manchmal Hilfe brauchen, ist bei den Quartalstreffen des Teams ein Psychologe dabei. Der hilft, die oft schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten.

Jeder denkt bei einem Unfall zuerst an Erste-Hilfe-Maßnahmen. Dass aber auch die psychosoziale Notfallversorgung in diesen Situationen sehr wichtig ist, wurde den Besuchern durch den sehr informativen Vortrag von Peter Bublitz bewusst. Pfarrgemeinderatssprecherin Anita Falk dankte dem Referenten mit einem Präsent.
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