Schlusspunkt für Projekt Ein Christbaum für den Papst
2600 Euro pro Kugel-Modell

Schweren Herzens nahmen die Hirschauer, Schnaittenbacher und Freudenberger nach drei erlebnisreichen Tagen Abschied von Südtirol. Höhepunkt war die Übergabe der Modell-Kugeln am Sitz der Stiftung Contessa Lene Thun in Bozen. Bild: fdl
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Hirschau
03.10.2016
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Nach der Übergabe präsentierten alle Beteiligten stolz die Kugel-Modelle (stehend, von links): Peter Thun, Josef Reindl, Bernhard Wisgickl, Elisabeth Steinhauser, Claudio Zocchi, Markus Nagler, Liborius Gräßmann, Marita Schwarz; (kniend, von links) Josef Biehler, Hermann Falk und Alwin Märkl. Bild: fdl

Die Verbundenheit, die durch das Projekt "Ein Christbaum für den Petersplatz" zwischen Hirschau, Freudenberg, Schnaittenbach entstand, trägt noch immer. 77 Leute wollten dabei sein, als jetzt die Christbaumkugeln in Bozen abgeholt wurden.

Amberg-Sulzbach/Bozen. Jede der Tonkugeln wurde von krebskranken Kindern gestaltet und ist ein Unikat. Italienische Künstler hatten nach diesen Modellen den Schmuck für den Baum aus der Oberpfalz gestaltet. Die Modelle wurden für den guten Zweck verkauft und jetzt in Bozen an ihre neuen Eigentümer übergeben. Ort dieses Festaktes war der Sitz der Stiftung Contessa Lene Thun. Der Vorsitzende der Stiftung, Peter Thun, erzählte sehr emotional, wie sehr seiner Mutter die krebskranken Kinder am Herzen lagen. Deshalb habe er die Stiftung gegründet.

Jetzt Freunde


Durch die Veranstaltung führte Claudio Zocchi. Er hatte zusammen mit seiner Frau Elisabeth Steinhauser diese Hilfsaktion für die Stiftung organisiert und den Kontakt zu den drei Partnergemeinden in der Oberpfalz hergestellt. Zocchi betonte die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten an dem Hilfsprojekt, aus der sich sogar freundschaftliche Beziehungen entwickelt haben.

Für die drei Gemeinden nahmen die Bürgermeister Alwin Märkl (Freudenberg), Hermann Falk (Hirschau) und Josef Reindl (Schnaittenbach) die mit den Wünschen und Sehnsüchten der Kinder gestalteten Kugeln entgegen. Marita Schwarz bekam eines der kleinen Kunstwerke stellvertretend für die Pfarrei Wutschdorf und der Baumscout Bernhard Wisgickl für die Teilnehmer der Romfahrt.

Auch die Mitglieder der Stadträte von Schnaittenbach und Hirschau hatten sich an der Aktion beteiligt und über einen längeren Zeitraum auf ihr Sitzungsgeld verzichtet. Markus Nagler (Schnaittenbach) und Josef Biehler (Hirschau) durften stellvertretend die bunten Kugeln entgegennehmen. Liborius Gräßmann, Geschäftsführer der Firma Markgraf, nahm ebenfalls eine Kugel in Empfang. Ohne die großzügige Unterstützung dieses Unternehmens wäre das Projekt nicht durchführbar gewesen.

Italiener begeistert


Sie alle hatten 2600 Euro für eine Kugel gespendet. Mit dem Gesamterlös konnten in 15 Krankenhäusern in ganz Italien ein Jahr lang Räume mit Material und Personal ausgestattet werden. Während der oft mehrere Wochen dauernden onkologischen Behandlung können die Kinder sich so beim Malen, Modellieren oder Basteln ablenken.

Die Hilfsaktion wurde in der italienischen Öffentlichkeit so positiv aufgenommen, dass die Stiftung vom Vatikan gebeten wurde, sie auch dieses Jahr wieder durchzuführen. Ziel ist es, dass man dann 25 onkologische Zentren, die Kinder behandeln, ein Jahr lang unterstützen kann.

Übrigens: Der Baum der in der kommenden Weihnachtszeit auf dem Petersplatz stehen wird, kommt aus der Gegend um Trient. Da er an einem steilen Berg steht, wird er an einem Hubschrauber hängend abgeschnitten und dann von diesem ins Tal transportiert. Erst dort wird er auf einen Lkw verladen und auf den Petersplatz transportiert. Sicher sind schon viele gespannt, ob er auch so schön ist wie der letztjährige Baum aus der Oberpfalz. (Reaktionen)
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