Soll Musikzug Hirschau am Düsseldorfer Gaudiwurm teilnehmen?
Nicht allen geht Helau leicht von den Lippen

Der wegen der Sturmwarnung am 8. Februar ausgefallene Düsseldorfer Rosenmontagszug wird am Sonntag, 13. März, nachgeholt. Beim Hirschauer Musikzug ist in der Zwischenzeit eine offizielle Einladung eingegangen. Ob die Hirschauer aber nach Düsseldorf fahren und zum 40. Mal an dem Karnevalsumzug teilnehmen, entscheidet sich am Freitag bei einer Vorstandssitzung. Archivbild: u
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Hirschau
17.02.2016
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Es war eine schwere Geburt - doch nun ist es klar: Der wegen der Sturmwarnung am 8. Februar ausgefallene Düsseldorfer Rosenmontagszug wird am Sonntag, 13. März, nachgeholt. Der Musikzug-Vorsitzende Maximilian Stein hat bereits eine offizielle Einladung des Veranstalters, des "Comitee Düsseldorfer Carneval" erhalten.

Ob man am 13. März noch einmal in die rheinische Karnevalshochburg reisen und in Düsseldorf mitmarschieren wird - darüber wird im Moment in den Reihen des Musikzugs intensiv beraten. Interesse besteht in jedem Fall, erklärt dazu Ex-Musikzug-Chef Werner Stein.

Einiges abzuklären


Allerdings gelte es zunächst abzuklären, wer von den Musikern und Majoretten überhaupt mitfahren kann oder will. Der Zoch, dessen Motto "Düsseldorf - scharf wie Mostert" beibehalten wird, soll um 11.30 Uhr starten. Man müsste in jedem Fall bereits am Samstag, 12. März, in Hirschau abreisen und wäre, wenn alles gut geht, am Sonntag gegen Mitternacht zurück in der Heimat.

Maximilian Stein macht kein Hehl daraus, dass die Stimmung im Moment noch sehr gemischt ist. Es gebe schon einige, die es sich ganz einfach nicht vorstellen können, "mitten aus dem Alltag gerissen auf einmal voll mit Helau-Rufen loszulegen". Die Oberpfälzer Mentalität unterscheide sich doch ein wenig von der der rheinischen Jecken.

Lustig oder nicht


Andere wiederum verträten diese Meinung: "Wenn du mitten im Gedränge stehst und jeder lustig drauf ist, dann reißt es dich automatisch mit." Weil der Musikzug immer ziemlich in der Mitte des Karnevalszugs marschiert, sei die Stimmung bereits bestens angeheizt, bis man am Publikum vorbei marschiere.

Dirigentin Annette Pruy ist sich alles andere als sicher, dass sie eine spielfähige Kapelle auf die Beine stellen kann. Sie verweist darauf, dass einige Musiker kurz vor den Abiturprüfungen stehen und die Orchestermitglieder zur Vorbereitung des Osterkonzertes noch einige Probenabende zu absolvieren haben. Hinzu komme, dass einige Musiker auch bei den Hahnbacher Marktbläsern spielen und diese genau an diesem Termin ein Probenwochenende angesetzt haben.

Bei der Entscheidung spielt auch die finanzielle Seite eine Rolle. Für den wegen höherer Gewalt ausgefallenen Rosenmontagszug hat der Musikzug keine Gage bekommen. Da er für diesen Fall nicht versichert ist, ist der Verein auf den Kosten sitzengeblieben. Das hat nach Aussage von Ex-Musikzug-Chef Werner Stein ein "ganz schönes Loch in die Kasse gerissen".

Der Musikzug hat die Reise schon bisher mit bis zu 1000 Euro bezuschusst. Heuer war das erheblich mehr. Jeder Teilnehmer musste einen Eigenanteil von 35 Euro entrichten. Beim Ersatztermin müsste man die Kosten für Fahrt und Übernachtung und die mögliche Gage in die Kalkulation einbeziehen. Die Quartiersuche dürfte nicht ganz einfach werden, da wegen einer gleichzeitig in Düsseldorf stattfindenden Messe viele Hostels und Jugendherbergen bereits ausgebucht sind.

Die Entscheidung, ob der Musikzug heuer doch noch sein 40. Rosenmontagszug-Jubiläum feiern kann, fällt nach Mitteilung von Vorsitzendem Maximilian Stein am Freitag. Dann trifft sich der Vorstand zu einer Sondersitzung.
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