Spende an Selbsthilfegruppe für Aphasiker
Erlös aus der Kirwa

Das vorbildhafte soziale Engagement ist ein herausragendes Markenzeichen der Burgstaller Kirwa. Sie wurde im Juli zum 38. Mal gefeiert. Heuer beschloss die Dorfgemeinschaft, mit dem Erlös die Selbsthilfegruppe (SHG) für Aphasiker und Angehörige Amberg-Sulzbach zu unterstützen. Beim Gartenfest der Gruppe überreichte Ortssprecher Hans Scharl (hinten, Dritter von links) im Beisein von Pfarrvikar Christian Preitschaft (stehend, rechts) und einer Reihe von Dorfbewohnern eine 500-Euro-Spende an den SHG-Vorsitzen
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Hirschau
09.08.2016
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Brgstall. (u) Kirchweihfeste gibt es gar viele in der Region. Kaum eines ist so stark von sozialem Engagement der Veranstalter geprägt wie die Burgstaller Kirwa. Auch heuer lieferte die Dorfgemeinschaft wieder einen nachhaltigen Beweis: Ortssprecher Hans Scharl überreichte an den Vorsitzenden der Selbsthilfegruppe für Aphasiker und Angehörige Amberg-Sulzbach, Manfred Belusa, aus dem Kirwa-Erlös eine Spende in Höhe von 500 Euro.

Zu deren Übergabe besuchten Hans Scharl und eine Reihe bei der Kirwa engagierter Burgstaller Dorfbewohner sowie Pfarrvikar Christian Preitschaft das Gartenfest der Selbsthilfegruppe im Vogelheim in Sulzbach-Rosenberg.

Als Folge eines Schlaganfalls kann es passieren, dass das Sprachzentrum im Gehirn Schaden erleidet. Die Patienten haben ihr Wissen, ihre Ideen und ihre Intelligenz, aber das Sprachrohr nach außen funktioniert nicht mehr - ein Schicksal, von dem auch ein Burgstaller betroffen ist. Dieses Krankheitsbild bezeichnet man als Aphasie. Hervorgerufen werden kann die Gehirnschädigung auch von Tumoren oder durch eine Kopfverletzung.

Die Angehörigen sind in solchen Fällen häufig überfordert. Ihnen und den Patienten steht die Aphasiker-Selbsthilfegruppe mit Rat und Tat zur Seite. Belusa bezeichnet die SHG nach Klinik und Reha als "dritte Stütze" in der Gesundheitsversorgung für Aphasiker. Die Treffen der Amberg-Sulzbacher finden jeden ersten Donnerstag im Klinikum St. Marien in Amberg statt. Manfred Belusa machte kein Hehl daraus, dass die Leistungen der Selbsthilfegruppe viel Geld kosten. Unter dem Beifall der Anwesenden betonte er, dass er und alle, die bei der Gruppe Hilfe suchen, für die Spende überaus dankbar sind.

"Wir unterstützen jedes Jahr mit dem Erlös unserer Kirwa eine soziale Organisation", erklärte Ortssprecher Scharl. Er blickte kurz auf die 38. Burgstaller Kirwa zurück und betonte; "Es ist alles andere als selbstverständlich, dass ein rund 60 Einwohner zählendes Dorf zur Kirchweih mit 17 Kirwapaaren aufwarten kann."
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