Steiningloher Kirwa ausgezeichnet besucht
Tritt in den Hintern sitzt

Ein Höhepunkt der Steiningloher Kirwa war das Baumaustanzen auf dem Festplatz vor dem Kirwastodl. Eva Ries und Franziska Mader hatten mit den 18 Paaren die Tänze perfekt einstudiert. Beim Bandltanz glitten Moidln und Boum graziös aneinander vorbei, ohne sich zu verfransen. Bilder: u (2)
Vermischtes
Hirschau
26.07.2016
25
0
 
Julia Giehrl und Maximilian Gebhardt sind das neue Oberkirwapaar.

Optimales Wetter, 18 schmucke Paare, zünftige Musik und zum Auftakt ein von einem Primizianten zelebrierter Gottesdienst - Kirwaherz, was willst du mehr? All das war in Steiningloh bei der von der Feuerwehr ausgerichteten Stodlkirwa zu erleben. Entsprechend groß war der Andrang der Besucher.

Steiningloh. Vor das Vergnügen hat allerdings bekanntlich der liebe Gott den Schweiß gesetzt. Dieser floss am Samstagnachmittag, als die Burschen, unterstützt von starken Mannsbildern aus dem Dorf, den 25 Meter hohen Baum in die Senkrechte hievten. Die Moidln gestalteten vor der Dorfkapelle einen Blumenteppich, auf dem ein Kelch mit Brot und Weintrauben abgebildet war.

Primizsegen gespendet


Die abendliche Messe war schon deshalb etwas Besonderes, weil sie vom Hahnbacher Primizianten Daniel Fenk zelebriert wurde. In seiner Predigt mahnte er mit Bezug auf das Lukas-Evangelium von Maria und Marta, nicht nur in den Gesetzen der Leistungsgesellschaft zu denken. Der Glaubende habe seine Daseinsberechtigung und seine Anerkennung schon dadurch, dass er Kind Gottes und Jünger Jesu sein dürfe. Der von der Gruppe Eviva musikalisch anspruchsvoll gestaltete Gottesdienst schloss mit dem Primizsegen. Anschließend zogen Kirwapaare und Gottesdienstbesucher unter den Klängen der Band Wöidarawell hinauf zum Kirwastodl. Dort heizten die Musiker die Stimmung kräftig an, so manches Pärchen begab sich dazu auf den Tanzboden.

Viele Schaulustige


Halbwegs ausgeruht machten sich die Burschen am frühen Sonntagnachmittag auf den Weg, um ihre Moidln mit dem Kirwawagen zum Baumaustanzen abzuholen. Auf dem voll besetzten Festplatz wurden die Paare vom Publikum schon sehnlichst erwartet. Musikalisch begleitet vom Birgl-Trio, bewiesen sie mit ihren traditionellen Tänzen, dass Eva Ries und Franziska Mader beim Einstudieren ganze Arbeit geleistet hatten. Der Riedelsbacher Dreher klappte genauso wie der Landler aus Finsterau. Beim Siebenschritt saßen die regelmäßigen Tritte in das Hinterteil des Vordermannes, und beim Bandltanz glitten Moidln und Boum graziös aneinander vorbei, ohne sich zu verfranzen.

Mit selbst gestrickten Gstanzln nahmen sich die Burschen und Moidln gegenseitig auf den Arm. So bekam Sebastian Lobenhofer sein Fett ab mit dem Vers: "Der Lobo und die Chrissi san's Rentnerkirwapaar. Leit, kafft's ihne an Rollator, dass nu dabei san nächst's Jahr!" Das Austanzen endete mit der Kür des neuen Oberkirwapaares. Als die Walzerklänge stoppten, hielten Julia Giehrl und Maximilian Gebhardt den Blumenstrauß in Händen. Anschließend wurde zur Musik des Birgl-Trios ausgelassen gefeiert. Als Renner erwiesen sich die von den Kirwamoidln gebackenen Köichln.

Wieder ein dritter Tag


Dass bis in die Nacht Superstimmung herrschte und es auf dem Festplatz und im Stodl rund ging, dafür sorgten die Salleröder Boum. Ihre Musikauswahl war ganz nach dem Geschmack der Gäste. Zu später Stunde wurden der Baum und viele Sachpreise und Gutscheine verlost. Als Gewinner wurde mit Martin Amann ein Kirwabursch gezogen. Er gab den Baum zur Versteigerung zurück. Für stolze 920 Euro, die den Kirwaleit zugute kommen, ging der Baum schließlich an einen Gast aus Etsdorf. Als goldrichtig erwies sich der Beschluss, wie im Vorjahr einen dritten Kirwatag anzuhängen. Am Montag wurde nochmals der Grill angeschürt. Viele Firmen- und Behördenvertreter fanden sich zum Mittagessen ein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.