Tag der Barmherzigkeit an der Grundschule Ehenfeld
Kuscheltiere für die Flüchtlinge geopfert

Eifrig hatten die Kinder Utensilien für den Basar gesammelt, um sie in der Turnhalle zu verkaufen. Bild: hfz
Vermischtes
Hirschau
13.04.2016
38
0

Ehenfeld. Noch bis 20. November dauert das von Papst Franziskus ausgerufene heilige Jahr der Barmherzigkeit. Auch die Schulen, in denen gelebte Menschlichkeit und die Entfaltung der ganzen Persönlichkeit im Mittelpunkt stehen, sollen einen Beitrag leisten, der zeigt, dass die Gesellschaft von Offenheit für alle Konfessionen, Religionen und Nationalitäten geprägt ist. Sie soll Räume für soziales Lernen und Wertorientierung eröffnen und Zugänge zu schöpferischen und spirituellen Dimensionen erschließen.

Empathie ist groß


An der Grundschule Ehenfeld nahmen die Lehrerinnen Michaela Grünwald und Susanne Kasberger den Tag der Barmherzigkeit zum Anlass, die Kinder an die Nöte der Flüchtlinge zu erinnern. Zuerst wurde im Klassenverband die aktuelle Situation von Asylsuchenden diskutiert. Es stellte sich heraus, dass sich viele Kinder bereits in jungen Jahren große Gedanken machen und viel Empathie mit den Menschen aus Krisenregionen zeigen. "Auch wir wollen helfen und nach unseren Möglichkeiten unterstützen", sagten die Mädchen und Buben.

Spielsachen verkauft


Bald war die Idee eines Basars geboren. Wer Spielsachen übrig hatte, sollte diese mitbringen für einen Verkauf in der Turnhalle. Der Erlös sollte gespendet werden. Der Erfolg war enorm, die Einnahmen überstiegen die kühnsten Hoffnungen.

Im Religionsunterricht wurden die sieben modernen Werke der Barmherzigkeit besprochen und in menschlichen Standbildern nachgestellt. Gemeindereferentin Barbara Schlosser organisierte das Thema mit den Klassen 1 bis 4 und sensibilisierte die Kinder entsprechend. Die Klassenleiterin der 3/4, Susanne Kasberger, entschied sich zudem, mit den Kindern Stücke für ein Kasperltheater zu schreiben und diese aufzuführen. Dazu hatte man die Familienangehörigen und die Kleinen aus dem Kindergarten eingeladen. Die zwei Vorstellungen waren sehr gut besucht, und weitere Spenden kamen zusammen. Zur letzte Vorstellung erschien als Überraschungsgast Bürgermeister Herrmann Falk. Ihm wurde der respektable Betrag von 350 Euro übergeben, den das Stadtoberhaupt an die Flüchtlinge in Hirschau weiterleitet.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.