Uli Günter folgt Brunhilde Fehlner als Organisator des Hirschauer Jura-Gartenfestes nach
Endlich Nachfolge geregelt

Die Zukunft des Jura-Gartenfestes ist gesichert. Der 39-jährige Uli Günter (links) übernimmt künftig die Aufgabe als Festorganisator, die 27 Jahre lang von Brunhilde Fehlner (Mitte) erfüllt wurde. Dafür dankten ihr der Schirmherr und Bürgermeister Hermann Falk (Zweiter von rechts), Festbegründer Walter Widder (rechts) und Christina Wisneth (Zweite von links). Bild: u
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Hirschau
30.08.2016
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Die Zukunft des Jura-Gartenfestes war heuer lange ungewiss, nachdem Chef-Organisatorin Brunhilde Fehlner 2015 ihren Rückzug erklärt hatte. Da sich kein Nachfolger fand, sprang sie 2016 noch einmal in die Bresche. 2017 braucht sie dies nicht mehr zu tun. Der 39-jährige Uli Günter übernimmt ihre Aufgabe als Festorganisator.

Vom ersten Tag an aktiv


Walter Widder, der das Fest 1990 ins Leben rief, hob hervor, dass sich Fehlner vom ersten Tag an aktiv eingebracht habe. Ihr sei es ein Anliegen gewesen, mitzuhelfen. Dafür habe sie eine Menge Freizeit geopfert. Bei Vorbereitung wie Durchführung des Festes habe sie großes Organisationstalent bewiesen. Dass dies notwendig gewesen sei, zeige das umfassende Aufgabenfeld. Beim ersten Jura-Fest hätten acht Hirschauer Vereine zusammengeholfen, später seien es bis zu 16 gewesen, beim Fest 2016 14. Um diese für das Mitmachen zu gewinnen, habe Fehlner viel Überzeugungsarbeit geleistet. Sie habe es verstanden, die anfallenden Arbeiten auf die Mitwirkenden zu verteilen. Praktisch habe sie sich um alles gekümmert, angefangen von der Werbung über die Vorbereitung des Festplatzes samt Auf- und Abbau der Verkaufsbuden und Pavillons bis hin zum Bestellen der Getränke und Speisen und zur Abfallentsorgung.

Mit Erfolg habe sie sich bemüht, dass die Tombola mit Preisen bestückt gewesen sei. Ein glückliches Händchen habe sie beim Zusammenstellen des Unterhaltungsprogramms und der Rekrutierung der Musik-, Tanz-, Gesangs- und sonstiger Gruppen bewiesen. Bei den Darbietungen seien immer auch Behindertengruppen eingebunden gewesen. Fehlner habe entscheidenden Anteil daran, dass man den Jura-Werkstätten in 27 Jahren die stattliche Summe von 58 280 Euro spenden und so das Festmotto "Miteinander - Füreinander" auch finanziell mit Leben erfüllen habe können.

"Einmalige Initiative"


Auch Bürgermeister Hermann Falk als Festschirmherr zollte Fehlner Anerkennung. Wenn der Lebenshilfe-Vorsitzende Eduard Freisinger erklärt habe, das Fest "ist weit und breit eine einmalige Initiative zugunsten der Lebenshilfe", dann sei dies maßgeblich mit das Verdienst von Brunhilde Fehlner. Christina Wisneth unterstrich die lobenden Worte mit der Überreichung eines Blumenstraußes. Brunhilde Fehlner hielt sich sichtlich bewegt kurz mit ihren Dankesworten. Sie betonte, sich gerne für das Fest engagiert zu haben. Das Miteinander mit den Behinderten sei für sie eine gewinnbringende Erfahrung gewesen. Sie sei froh, dass Walter Widder mit Uli Günter einen Nachfolger gefunden habe. Ihm wünschte sie, dass die Vereine weiter bei der Stange bleiben.

Diese Hoffnung äußerte auch Uli Günter. Der neue Organisations-Chef ist selbst in den Jura-Werkstätten als Leiter einer Elektromontagegruppe beschäftigt. Er habe das ungezwungene Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten beim Fest selbst miterlebt. Schon deshalb helfe er gerne mit, die Festtradition fortzuführen. Am Grundkonzept werde sich nichts ändern. Dankbar nahm er Christina Wisneths Angebot an, den Formalkram zu erledigen.
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