Veränderungen in der Arbeitswelt
Industrie 4.0 als Herausforderung

Dem neuen Vorstand der IG Bergbau, Chemie, Energie gehören (vorne von links) Ortsgruppenvorsitzender Josef Biner, Brigitte Hanft, Petra Stoiber, stellvertretender Vorsitzender Josef Finster, Bezirksleiter Hartmuth Baumann sowie (hintere Reihe) Peter Lang, Karl-Heinz Schwandner, Johann Scherer, Alfred Hausmann, Josef Biller, Hubert Zeitler, Werner Reindl und Jürgen Blaschke an. Bild: bij
Vermischtes
Hirschau
31.10.2016
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Der Ortsgruppenvorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie heißt weiterhin Josef Birner. Der Vertrauensbeweis der Mitglieder war einstimmig.

Als Stellvertreter fungiert der bisher als Beisitzer tätige Josef Finster, die Kasse verwaltet weiterhin Josef Biller. Beisitzer sind Brigitte Hanft, Jürgen Blaschke, Wolfgang Bosser, Alfred Hausmann, Werner Reindl, Rainer Sandner und Karl-Heinz Schwandner. Neuer Bildungs-Obmann ist Hubert Zeitler, Kassenprüfer sind Norbert Augustin, Peter Lang und Johann Scherer.

Auch Beratungsangebot


In seinem Rechenschaftsbericht hatte Josef Birner die Aktivitäten der Ortsgruppe Hirschau aufgelistet. Bei der Mitgliederbetreuung reiche die Bandbreite von Veranstaltungen mit der Gewerkschaftsjugend über Bildungsmaßnahmen und Ausflugsfahrten bis zu Ehrungen und Empfängen. Die Gewerkschaft berate auch bei allen Fragen im Arbeits- und Sozialrecht. Birners Dank galt den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern. Vor allem Hans Stamminger und Friedl Kreitinger hätten über Jahrzehnte mitgearbeitet und die Ortsgruppe geprägt.

sei die aktivste Ortsgruppe im Bezirk Nordostbayern, bestätigte Bezirksleiter Hartmuth Baumann. Sie sei mit ihren Betriebsräten aber auch die Basis für eine starke Arbeitnehmervertretung in den Kaolinbetrieben. Beim Tarifabschluss im September sei keine rein prozentuale Erhöhung der Einkommen vereinbart worden. Vielmehr habe man die Löhne und Gehälter zuerst um 45 Euro für jede Lohn- und Gehaltsgruppe erhöht und dann um einen weiteren einprozentigen Inflationsausgleich angehoben.

Gegen die Altersarmut


Die gesetzliche Rente dürfe auch in Zukunft nicht zur Altersarmut führen, sagte er und forderte ein energisches Umsteuern. Einer rein steuerfinanzierten Rente erteilte er eine Absage. Eine große Herausforderung stelle die künftige industrielle Produktion unter dem Stichwort Industrie 4.0 mit intelligenten und digital vernetzten Produktionsbereichen dar. Die Arbeitswelt werde jedenfalls nicht beschäftigungsintensiver werden, so Baumann.

Ein Blick in die KaolinbetriebeÜber die Lage in den Unternehmen informierten die Betriebsräte. Wirtschaftlich gesehen zeichne sich wieder einmal ein gutes Geschäftsjahr für die Gebrüder Dorfner ab, informierte Betriebsratsvorsitzender Georg Grosser. "Wir hätten noch mehr verkaufen können. Das gilt sowohl für den Papierkaolin- wie auch den Bausandsektor", sagte er. Personell seien bei Dorfner in Rente gehende gewerbliche Mitarbeiter ersetzt worden, verstärkt habe man sich in Vertrieb, Forschung und Entwicklung. Bei den Amberger Kaolinwerken bewege man sich ziemlich genau auf dem Geschäftsniveau des Vorjahres, so Betriebsratsvorsitzender Josef Birner und sein Stellvertreter Christian Hartmann. Seit Oktober habe man die Maschinenlaufzeiten in der Nassaufbereitung in Hirschau und dem Sandwerk in Schnaittenbach um weitere acht Stunden je Woche erhöht. Ein neues Schichtmodell, befristet auf neun Monate, habe zu sechs Neueinstellungen geführt. Vorzeitig seien fünf Jung-Facharbeiter in der Instandhaltung unbefristet übernommen worden. Derzeit seien knapp 500 Mitarbeiter am Standort Hirschau/Schnaittenbach beschäftigt. (bij)
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