Vortrag: Historische Aufnahmen von Hirschau in Ton und Bild
Wie es früher war

Vermischtes
Hirschau
11.02.2016
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Mit einem vollen Haus rechnen der Katholische Frauenbund und die Kolpingsfamilie, wenn Stadtheimatpfleger Sepp Strobl am Sonntag, 14. Februar, um 19 Uhr im katholischen Pfarrheim den Bildervortrag "Hirschau von 1950 bis 1965" zeigt. Der Eintritt ist frei.

Vor wenigen Wochen wurde die Innenstadtsanierung abgeschlossen. Darum ist es nicht nur für Nostalgiker interessant, Vergleiche mit dem Stadtbild der 50er- und 60er-Jahre anstellen zu können, das geprägt war von einer dichten Bebauung rund um die Pfarrkirche und Engstellen an allen Einfahrten zur Innenstadt. Der 90-minütige Vortrag erinnert daran, dass es in Hirschau bis 1953 keine Wasserversorgung gab und alle, die keinen Hausbrunnen hatten, ihr Wasser per Handpumpen aus ein paar Brunnen in der Innenstadt entnehmen mussten. Nachvollzogen werden kann der 1956 erfolgte Bau des Schulkomplexes genauso wie der 1960 begonnene Bau der Kanalisation und der Kläranlage. Die Unterbringung der vielen Heimatvertriebenen im ehemaligen RAD-Lager ist genauso Thema wie die Schaffung des Baugebietes an der Friedrich-Zeitler-Straße, der Neu- und Anbau des Stiftungskrankenhauses oder die Errichtung des St.-Wolfgang-Kindergartens im Jahr 1952. Auch sind Aufnahmen aus dem Betriebsalltag der Firma Grundig zu sehen, in der von 1959 bis 1967 bis zu 300 Frauen beschäftigt waren. Die Ursprünge der Freizeitanlage am Monte Kaolino werden ebenso lebendig wie Jubiläen örtlicher Vereine. Zu der musikalisch unterlegten Bilderschau gibt es Original-Stimmaufzeichnungen der Altbürgermeister Georg Lederer und Willi Bösl, von Altlandrat Dr. Hans Raß und Klärwärter Franz Gebhard.

Zu verdanken ist das Zeitdokument zuallererst dem 2006 verstorbenen, in der Stadtverwaltung beschäftigten Hans Fleischmann, der über Jahrzehnte als freier AZ-Mitarbeiter über das Geschehen in Hirschau berichtete. Im Vorjahr machte der städtische Verwaltungsleiter Walter Majecki den Heimatpfleger auf eine alte Tonbandaufnahme aufmerksam, die unbeachtet im Tresor der Stadt lag. Beim Abhören des Bandes stellte Sepp Strobl fest, dass es sich um eine Sprachaufzeichnung mit Musikeinschnitten eines Diavortrags von Hans Fleischmann handelte, den dieser 1965 im Josefshaus gezeigt hatte. Strobl suchte zu den Texten Fotos aus Fleischmanns Bilderfundus heraus und schnitt sie zu einer Beamer-Show mit bewegten Aufnahmen zusammen.
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