Weiherer feiern Kirwa
Flotte Kirwatänze am Rotbühl

Mit Spannung erwarteter Abschluss des Baumaustanzens war der Kirwawalzer. Er endete mit der Krönung von Katharina Stein und Philipp Birner (beide kniend, Mitte) zum neuen Oberkirwapaar. Bild: u
Vermischtes
Hirschau
09.07.2016
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Mit dem idyllisch am Fuße des Rotbühl gelegenen Sportplatz samt Festhalle, Blockhütte und schattenspendendem Baumbestand haben die Weiherer einen wahren Bilderbuch-Ort. Drei Tage lang wurde dort unter der Regie der Feuerwehr und der Kirwaleit gefeiert.

Weiher. Dabei begann das Brauchtumsfest am Samstag gar nicht so gut. Als die Kirwaburschen am frühen Morgen ausrückten, um den mehr als 30 Meter hohen Kirwabaum aus dem Kirchenholz zu holen, regnete es in Strömen. Auch beim Aufstellen des zwischenzeitlich geschmückten Wahrzeichens öffnete der Himmel sein Schleusen. Am Abend ging es dann aber mit der Band D'Allerscheynst'n stimmungsmäßig gleich zur Sache. Die drei kernigen Burschen legten sich mächtig ins Zeug und sorgten für Gaudi.

Gottesdienst am Sonntag


Am Sonntag und Montag meinte es das Wetter gut mit den Weiherern. Er herrschten an beiden Tagen Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Dass die Weiherer sich bewusst sind, dass die Kirwa ursprünglich ein religiöses Brauchtumsfest und die Eucharistiefeier der Höhepunkt ist, bewies der Kirchweihsonntag. Er begann mit einem ausgezeichnet besuchten Gottesdienst. Er wurde von Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann in der Dorfkirche Mariä Opferung zelebriert. Trotz kurzer Nacht war es für die 16 Kirwaboum und -moidln Ehrensache, die Messe mitzufeiern.

In seiner Predigt griff Pfarrer Bergmann das Evangelium auf, in dem von der Aussendung der 72 Jünger durch Jesus berichtet wird. Genauso sollten die Anwesenden Boten sein, die Jesus zu den Menschen bringen. Kirchweih dürfe nicht im Sitzenbleiben enden. Sie sei ein Auftrag, eine Erinnerung an die Sendung "Geht und bringet Frieden!" Zum Mittagessen ließ man sich auf dem Festplatz den Schweinebraten samt Knödeln und die Schnitzel mit Pommes aus der Küche vom Hanauer Sepp schmecken. Kurz nach 15 Uhr marschierten die Kirwapaare - angeführt von den Höidlbrummern - auf dem Sportplatz zum Baumaustanzen. Seit Wochen hatten die Boum und Moidln unter der Regie von Dieter Kohl fleißig dafür geübt - dies mit Erfolg. Es gab reichlich Beifall für die Sternpolka, den Jägermarsch, den Zwiefachn, für die schöne Marie und den Boarischen.

Das Oberkirwapaar


Mit Spannung erwarteter Abschluss der Tänze war der Walzer. Er endete mit der Krönung von Katharina Stein und Philipp Birner zum neuen Oberkirwapaar. Ab dem Spätnachmittag sorgte Alleinunterhalter Michael Demleitner bis in die Abendstunden für Stimmungsmusik. Am Kirwamontag fanden sich viele Firmen- und Behördenvertreter zum Mittagessen ein. Richtig rund ging es dann im Dorf beim Kirwabärtreiben. Dieser wurde traditionsgemäß mit Köichln und Bier besänftigt. Beibehalten wurde auch die Tradition, das Bärentreiben mit dem Baden im Dorfweiher zu beschließen, um die schwarze Farbe wieder abzuwaschen. Abends war es dann an den Hoglbouchan, die Stimmung nochmals richtig anzuheizen - ein Vorhaben, das ihnen bestens gelang.

Letzter Höhepunkt war die Verlosung des von der Kirchenverwaltung gestifteten Kirwabaums und weiterer Sachpreise. Er gehört nun Herbert Ott aus Ehenfeld.
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