Zum 80. Geburtstag
Klaus Conrad spendet 1,5 Millionen Euro für die Stadt Hirschau

Das bekommt Bürgermeister Hermann Falk (links) nicht jeden Tag: einen Spendenscheck über 1,5 Millionen Euro, wie ihn Klaus Conrad hier überreicht. Bild: waj
Vermischtes
Hirschau
26.02.2016
768
0

"Mir haben viele Leute dabei geholfen, mit mir das aufzubauen, was ich heute habe - ich bin froh, wenn ich auf diese Weise etwas davon zurückgeben kann." Diese Einstellung vertritt Klaus Conrad seit vielen Jahren. Jetzt entsprang daraus eine Spende von 1,5 Millionen Euro.

Dem großen sozialen Engagement des Hirschauer Unternehmers hat die Stadt Hirschau schon viel Unterstützung zu verdanken. Zum heutigen 80. Geburtstag von Klaus Conrad erhält sie eine Spende über 1,5 Millionen Euro. Damit ermöglicht es der Jubilar der städtisch verwalteten Forster-Dorfner'schen Spital- und Krankenhausstiftung, den zweiten Bauabschnitt für das Projekt "Betreutes Wohnen" zu entwickeln. Bereits beim ersten Bauabschnitt auf dem Gelände des ehemaligen Klosters der Armen Schulschwestern griff der Unternehmer der Stadt mit einer Millionenspende unter die Arme und machte so den Bau erst möglich.

Nun soll der zweite Schritt in Angriff genommen werden, der auf 1,6 Millionen Euro veranschlagt ist. Mit Conrads Spende wäre also bereits der Großteil der Kosten gedeckt. Das Nachbargrundstück wurde schon erworben, das Gebäude darauf abgerissen. Auf der freien Fläche sollen zehn weitere Wohneinheiten entstehen mit einer Wohnungsgröße von 40 bis 60 Quadratmetern. Die Gesamtwohnfläche beträgt ungefähr 500 Quadratmeter. Alle Wohnungen sollen seniorenfreundlich ausgestattet werden, großzügige Wohnräume mit separaten Schlaf- und Badezimmern sind angedacht. Der Großteil der Wohnungen wird Terrassen und Balkone erhalten.

Mit Tagespflege


Im südlichen Teil des Grundstücks wird als Besonderheit des Betreuten Wohnens eine Tagespflege mit rund 200 Quadratmetern Grundfläche entstehen, mit direkter ebenerdiger Verbindung zum benachbarten Seniorenheim. An einem rund 120 Quadratmeter großen Wohn-und Aufenthaltsbereich mit Kochgruppen, der durch eine Schwesternstation überwacht wird, schließen sich ein Sanitärbereich und ein separater Ruheraum für die Pflege der Senioren an.

"Großherziger Mensch"


Dieser zweite Bauabschnitt wird über die vorhandene Brücke zwischen dem ersten Obergeschoss des ersten Bauabschnitts und des Seniorenheims erschlossen. Man kann somit trockenen Fußes von einem Gebäude in das andere gelangen.

Derzeit arbeiten die Stadt Hirschau und das Architekturbüro Benker & Maier an der Genehmigungsplanung. Der Baubeginn erfolgt unmittelbar nach Genehmigung durch das Landratsamt - dank des Geburtstagsgeschenks von Klaus Conrad.

Bürgermeister Hermann Falk bedankte sich für die Unterstützung. Falk sagte, er bewundere Conrads soziales Engagement und sein offenes Herz. "Sie vereinen eine Vielzahl von Interessen, von sozialen und moralischen Wertvorstellungen und Lebenszielen, die Sie mit Ihrem Vorbild nachhaltig an die nächsten Generationen weiterreichen. Die Stadt Hirschau ist stolz, einen solchen großartigen und großherzigen Menschen in ihren Reihen zu haben." (Seite 7)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.