Altbürgermeister Georg Taubmann feiert 80. Geburtstag - Beliebt und engagiert
"Achtler Bub" mit Heimatliebe

Lokales
Hirschbach
13.01.2015
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"80 Jahre und kein bisschen leise", so steht es in der Geburtstagseinladung von Georg Taubmann. Der Altbürgermeister aus der Gemeinde Hirschbach kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Trotz so mancher Schicksalsschläge hat er sich nie unterkriegen lassen und noch heute ist er da, wenn er gebraucht wird, ob Familie, Vereine oder auch noch als geschätzter freier Mitarbeiter der Sulzbach-Rosenberger Zeitung.

Als Achtler Bub ist er einer der wenigen Zeitzeugen, die die letzten Kriegstage in Achtel und den Bau des Stadionmodells noch miterlebt haben. Vielleicht oder gerade deshalb hat er sich die Dokumentation darüber und über den Modellbau des Deutschen Stadions in Oberklausen zum Steckenpferd gemacht. Für seine Heimat hat sich der rüstige Jubilar schon immer eingesetzt und für alle die darin wohnen.

Mit 27 in Gemeinderat

Schon vor der Gebietsreform 1972 kam er bereits mit 27 Jahren in den Gemeinderat und von 1990 bis 2002 stand er als Bürgermeister der Gemeinde Hirschbach vor. Seine Stimme ist noch immer gefragt, ob im Männerchor oder im Gemischten Chor des Liederkranzes Hirschbach. Seit mehr als 35 Jahre ist er als aktiver Sänger dabei und fehlt, wenn es irgendwie geht, bei keiner Singstunde.

Am Festabend im Zubersaal durfte er dann mal zuhören, als der Männerchor unter Leitung von Sepp Gössl und der Gemischte Chor unter Regina Rösch ihm zu Ehren seine Lieblingslieder sangen. Weitere Gesangseinlagen brachten die Hirschbachtaler Moila, begleitet von Klaus Hauenstein. Mann der ersten Stunde war Georg Taubmann beim Motorsportclub Hirschbach und dort einige Jahre als Vorsitzender und jahrelanger Schriftführer tätig. Das war und ist immer noch sein Metier. Seit mehr als 50 Jahren schreibt er für seine Heimatzeitung SRZ.

Unzählige Berichte und Texte hat er schon verfasst. Auch heute noch, wenn "Not am Mann" ist, springt Georg Taubmann ein. In all den Jahren hat er sich ein fundiertes Wissen über die Geschichte seiner Heimat angeeignet, auf das gerne zurückgegriffen wird. Der Verkehrsverein Hirschbach hat davon jahrzehntelang profitiert. Die ersten Prospekte, die herausgebracht wurden, stammten aus seiner Feder. Christine Ludwig und Pauline Regler als Vertreter dankten ihm für seinen unermüdlichen Einsatz um den Tourismus in Hirschbach.

Als Schriftführer aktiv ist er auch noch im Gartenbauverein. Monika Haller und Leni Gössl machten ihm dafür ihre Aufwartung wie auch die Reservisten- und Veteranenkameradschaft Eschenfelden und Umgebung, der SC Eschenfelden mit Norbert Neidel an der Spitze, die Wasserwacht Hirschbach und die Pfarrer Gerhard Durst und Konrad Schornbaum. In Vertretung des erkrankten Bürgermeister Hans Durst überbrachten die Stellvertreter Richard Leißner und Stefan Steger die Glückwünsche der Gemeinde.

Neben all den Vereinstätigkeiten hatte er auch noch einen Beruf. Nach dem Schreinerhandwerk, das er im väterlichen Betrieb erlernte, fand er seine berufliche Erfüllung dann bei der Post erst in der Zustellung und nach dem geschafften Aufstieg dann als Schalterbeamter. Trotz seiner vielen Verpflichtungen stand und steht die Familie immer im Vordergrund. Das große Hochwasser 1971 wird für Georg Taubmann immer ein unvergessliches Ereignis bleiben, denn dabei ertrank die 17-jährige Tochter Lydia. Sohn Bernd und Tochter Silke mit ihren Ehepartnern und sechs Enkelkinder sind Stützen, auf die er sich verlassen kann und die sich auch auf ihn verlassen können.

Eigenwillige Katzendame

Seit seine Frau Gertrud vor einigen Jahren verstorben ist, teilt er den Haushalt mit Kitty. Die eigenwillige 21-jährige Katzendame hält ihn schon auf Trab. Weitere "Pflegekinder" sind die Kleintiere von Tochter Silke, für deren körperliches Wohl er täglich sorgt. Dafür und nicht nur dafür gab es dann im Zubersaal so einige lustige Überraschungen für ihn. Tägliche Pflichtlektüre ist die SRZ, und da kann er auch schon mal ungeduldig werden, wenn ein Bericht nicht gleich erscheint. "80 Jahre und kein bisschen leise", auch das Team der Sulzbach-Rosenberger Zeitung wünscht ihm, dass es noch lange Jahre so bleibt.
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