Geldfluss fürs Freibad fördern

Lokales
Hirschbach
27.11.2014
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Das Hirschbacher Freibad wird 2015 wieder geöffnet. Die Gemeinderäte stimmten alle dafür. Neben einer zusätzlichen und außerordentlichen Finanzspritze von 5000 Euro soll eine "Arbeitsgruppe Freibad" ausloten, wie die Einnahmen gesteigert werden können.

Bis zur nächsten Sitzung sollen sich freiwillig Bürger finden, die sich Gedanken machen, wie die Einnahmen des Freibades verbessert werden können. "Dabei ist nicht an die Erhöhung der Eintrittsgelder gedacht", betonte Bürgermeister Hans Durst. Als Leiter dieser Arbeitsgruppe schlug er 3. Bürgermeister Stefan Steger vor, der um Bedenkzeit bat.

Gemeinderat Ralf Schneider legte das Rechnungsergebnis vor. 2013 spendete der Förderverein 22 000 Euro an das Freibad. Derzeit gibt es noch eine "negative Rücklage" von knapp 10 000 Euro bei der Gemeinde. Klärwärter Kurt Utz gab seinen Bericht für 2013 ab. 677 gemeldete Einwohner waren an die Kläranlage in Hirschbach angeschlossen, gegenüber 2012 sind das zwei mehr. 555 hängen Einwohner waren an der Kläranlage in Eschenfelden, 26 weniger als 2012.

Zwei Fertiggaragen

Der Abwasserdurchfluss betrug in Hirschbach 58 319 Kubikmeter (2012: 46 487 Kubikmeter) und in Eschenfelden 57 864 Kubikmeter (2012: 57 205 Kubikmeter). Überschreitungen der Grenzwerte gab es keine. Der Stromverbrauch sank in Hirschbach von 24 000 Kilowattstunden auf 11 000 Kilowattstunden und in Eschenfelden von 31 312 auf 23 955 Kilowattstunden. In Hirschbach wurden im letzten Jahr 567 Kubikmeter Klärschlamm gepresst. Mit dem Pumpwerk 2 in München gab es bereits Probleme, die Pumpen liefen von Mai bis Juli über 150 Stunden, in München 1 dagegen nur 38 Stunden. "Nach dem Austausch der Pumpen läuft alles wieder normal", bestätigte der Klärwärter.

Klärwärter Kurt Utz soll endlich ein eigenes Fahrzeug bekommen, nachdem er bisher immer noch sein Privatfahrzeug nutzt. Für das Frühjahr ist die Anschaffung eines günstigen Gebrauchtwagens vorgesehen. Zugleich möchte der Bürgermeister den Winter über Angebote für zwei Fertiggaragen einholen, die in der Kläranlage in Hirschbach aufgestellt werden sollen. Gemeinderat Joachim Iwanek schlug vor, beide Abwasseranlagen durch externe Hilfe gründlich überprüfen zu lassen. Die Stromkosten haben sich seit 2008 verdoppelt, von 13 700 auf 28 000 Euro. Das Gremium war sich einig, darüber Angebote einzuholen.

Auch Wasserwart Armin Linhard gab seinen Bericht ab. Vom 1. Juli 2013 bis zum 30. Juni 2014 wurden in Eschenfelden 27 482 Kubikmeter Wasser eingekauft und 23 280 Kubikmeter verkauft, was einen Wasserverlust von 4202 Kubikmetern (15,3 Prozent) ausmacht. In Hirschbach wurden 18 276 Kubikmetern eingekauft und 17 240 Kubikmetern verkauft. Der Wasserverlust betrug 1036 Kubikmetern (5,7 Prozent). Vor allem im Bereich der Hausanschlüsse gab es in Eschenfelden Rohrbrüche, drei im letzten Jahr und drei im ersten Halbjahr. "Die Hauptleitung ist verhältnismäßig gut", sagte Linhard. In Hirschbach gab es zwei Rohrbrüche.

Im Zeitplan ist man mit dem Bau der Nahwärmeversorgung in Eschenfelden. Die Leitungstrassen eins und zwei sind bereits fertig. Wenn das Wetter weiter so gut mitspielt, wird auch die dritte Trasse noch fertig. 2. Bürgermeister Richard Leißner stellte fest, dass jetzt erfreulicherweise über 50 Haushalte angeschlossen sind.

Neue Randsteine

Im Zuge der Grabungsarbeiten wird es notwendig, etliche Randsteine zu erneuern. Einhellig waren die Räte der Meinung dass man dabei Granitsteine setzt. Bürgermeister Hans Durst berichtete, dass die Ortsdurchfahrt im nächsten Jahr neu geteert werden soll, davor will aber der Stromversorger Eon noch die restlichen Hausanschlüsse verkabeln, so dass nicht gleich wieder "aufgebuddelt" werden muss. In Sachen Breitbandförderung informierte der Bürgermeister, dass für Eschenfelden eine Markterkundung eingeleitet wurde. "Die zusätzliche Fördersumme bei interkommunaler Zusammenarbeit von 5000 Euro ist bereits geflossen und schon ausgegeben", sagte Durst. In Hirschbach will man sich mit dem Antennenverein kurzschließen, ob eine bessere Versorgung über deren Leitungsnetz möglich wäre.
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