MSC Hirschbach besichtigt ungewöhnliche Objekte
Original Natur: Zu den Wurzeln

Die MSC-Gruppe aus Hirschbach kam im Wurzelmuseum in Tremmersdorf bei Speinshart gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Bild: be
Lokales
Hirschbach
30.10.2015
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In 30 fortlaufenden Jahren hat es der Motorsportclub Hirschbach auf 30 Wandertouren ins Hochgebirge gebracht. Die Wanderleitung mit Alfred Brunner an der Spitze suchte ihre Ziele neben Deutschland hauptsächlich in Österreich und Italien, vereinzelt auch in Tschechien.

Weniger anstrengend

Zur Sicherheit wurden alle Touren und Berghütten bei Vorwanderungen und Überprüfungen begutachtet. Bedingt durchs Älterwerden der Mitglieder begnügt sich der Verein seit geraumer Zeit mit weniger anstrengenden und gefährlichen Zielen.

Heuer war es das Oberpfälzer Mittelgebirge zwischen Auerbach und Bayreuth, genauer gesagt das Wurzelmuseum in Tremmersdorf bei Speinshart. Dort bietet Bernd Donhauser in drei Räumen in einem dafür besonders gebauten Haus um die 800 Wurzeltiere zur Besichtigung an. Diese haben sich in Millionen Jahren im Moorboden in der Oberpfalz naturgetreu, ohne menschliches Zutun, hauptsächlich aus Kiefer- und Eibenstöcken entwickelt. Darunter ist eine ganze Reihe von Tieren, die schon lange ausgestorben sind.

Donhauser, mexikanischer Abstammung, betont immer wieder, dass kein Wurzeltier mit einem Schnitzmesser bearbeitet wurde. Alles ist original Natur - auch die "Kleinigkeiten" wie Krallen, Zähne, Augen oder Nasenlöcher, selbst bei den kleinsten Tieren. Große Tiere, wie beispielsweise Schafe, haben sich kleiner im Moorholz entwickelt.

Alles, was Donhauser zur Schau bietet, hat er selber aus dem Moor geholt. Zum Finden hat er eine "göttliche Gabe", sagt er selber. Erklären kann er es auch nicht. Wenn er auf Moorböden geht, spürt er sofort, wenn unter ihm "etwas" ist.

Sehr vorsichtig

Bei der Bergung seiner Funde muss er vor allem sehr vorsichtig zu Werke gehen. Vor allem nicht allein, damit er nicht selbst vom Moor aufgesogen und dann selber einmal als ein hölzernes Moormännchen in seinem eigenen Museum stehen wird. Nach dem Museum war der Geschichtspark Bärnau-Tachov das Ziel der Ausflügler. Letzten Halt hatten Anne und Manfred Buchner im Gasthof Grottenhof in Krottensee bei Neuhaus organisiert. Bei gutem Essen, Getränken und Musik (mit Sepp Gössl) konnten verbrauchte Kalorien in der frohen Runde gleich wieder aufgebaut werden.
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