Gemeinderatssitzung Hirschbach
Badespaß für 2017 gesichert

Für dieses Kriegerdenkmal beziehungsweise die Rosen davor sucht die Gemeinde einen freiwilligen Pfleger mit grünem Daumen. Bild: rrd
Politik
Hirschbach
18.11.2016
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Eins steht fest: Es gibt eine Hirschbacher Freibad-Saison 2017. Gesucht wird hingegen ein Pfleger fürs Kriegerdenkmal. Dies und andere Themen waren Punkte im Gemeinderat.

Macht es Sinn die Verwaltungsaußenstellen in Eschenfelden und Hirschbach "auf zurüsten" oder ganz zu streichen und dafür einen Fahrdienst einzusetzen? Auch das stand zur Debatte. Bürgermeister Hans Durst konnte diesmal auch einige Zuhörer willkommen heißen. Der Förderverein Freibad Hirschbach muss auf die vergangenen Saison 7370 Euro drauflegen und die Gemeinde übernimmt die zugesagten 25 000 Euro.

Einstimmig hat der Gemeinderat den Weiterbetrieb im nächsten Jahr abgesegnet. "Ohne Euch gäbe es das Freibad schon lange nicht mehr". Dank und Anerkennung sprach Gemeinderat Joachim Iwanek an den Förderverein und die Helfer aus, in Blickrichtung zum neuen Vorsitzenden Tobias Pürner. Er befand sich unter den Zuhörern.

Fenster im Freibad


Die neuen Fenster im Freibad schlugen im Vermögenshaushalt mit 7955 Euro zu Buche und dafür sind 2755 Euro an Spenden eingegangen. Das leidige Thema "Forststraßen", dass sich schon über Jahre hinzieht, scheint jetzt endlich zu einem Schluss zu kommen. Nach einer Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht in Regensburg zog der Forst seine Klage gegen die Gemeinde Hirschbach zurück. Schon seit Jahren wird auf die Vermessung der beiden Gemeindeverbindungsstraßen von Ratzenhof und Achtel nach Bärnhof gepocht. Problem ist, dass der tatsächliche Verlauf der beiden Straßen nicht mit dem buchmäßigen Verlauf übereinstimmt. Von den Bayerischen Staatsforsten kam nur der Vorschlag, dass die Gemeinde Hirschbach nur die Vermessungskosten übernimmt, die ordnungsgemäß auf den gewidmeten Trassen verlaufen. Alle anderen Strecken übernehmen die Bayerischen Staatsforsten. Die Gemeinde hat dann nur noch den nach der Vermessung fixierten Verlauf zu widmen und die nicht relevanten Straßenteile zu entwidmen. Die Strecken bleiben offen und im Gemeindebesitz.

Wie hoch der Anteil ist, der auf die Gemeinde zukommt, steht allerdings noch nicht fest. Das Gremium stimmte zu.

Bürgermeister Durst informierte noch, dass der Streitwert von bisher 400 000 Euro auf 60 000 Euro gesenkt wurde. Die Reduzierung der Außen- Sprechzeiten oder Zahl der Orte wurde bei der letzten VG-Versammlung diskutiert. Meist fahren die Bürger gleich nach Königstein, da zum Beispiel in Hirschbach oder auch in Eschenfelden nicht alle Leistungen angeboten werden können. Die Räte sollen sich Gedanken machen, wie dies effektiver gestaltet werden könnte. Ob man eine Außensprechstelle dementsprechend ausbaut, dass mehr Leistungen erbracht werden könnten, oder alles nach Königstein verlegt.

Eine Art Fahrdienst


Aus den Reihen der Räte kam der Vorschlag, ob dann nicht mit dem VG-Bus eine Art Fahrdienst angeboten werden könnte für die nicht mobilen Bürger. Wenn beispielsweise Hirschbach dementsprechend aufgerüstet wird, kämen Kosten von etwa 10 000 Euro zustande. Nicht betroffen sind die Sprechzeiten des Bürgermeisters. Seitens der Räte kam der Einwand, dass für gehbehinderte Bürger die Büros in Hirschbach und in Eschenfelden besser zu erreichen sind, als in Königstein.

Kriegerdenkmal und VerschiedenesDie Gemeinde sucht einen Pfleger für das Kriegerdenkmal in Hirschbach. Ingrid Sperber hat dies jahrelang ehrenamtlich übernommen. Der Arbeitsaufwand bleibt aber in einem überschaubaren Rahmen, laut Aussage von Ingrid Sperber. Bürgermeister Durst hat zwar volles Vertrauen zu seinen Gemeindemitarbeitern, doch für Rosenpflege hält er sie doch nicht geeignet.

An Informationen in Sachen Breitband gab Durst weiter, dass der Pachtvertrag für die Leerrohre abgeschlossen wurde. In diesem Zusammenhang kam von den Vertretern der Telekom die Zusage, dass der Breitbandausbau im anberaumten Zeitraum über die Bühne gehen wird. Die VG-Umlage wurde auf 147,80 Euro erhöht (bisher 131,80 Euro). In der VG wohnen 2903 Bürger, in der Gemeinde Hirschbach 1206 und 1697 in Königstein.

Die Gesamtbevölkerung sank um 29 Personen. Die Rücklagen der VG belaufen sich auf 20 000 Euro bei Schuldenfreiheit. Bürgermeister Hans Durst gab auch kurze Berichte aus dem Grundschul- und Hauptschulverband. Die Schülerzahlen sinken und die Umlagen steigen meist. Im Grundschulverband mit Königstein hat Hirschbach 40 Schüler und im Hauptschulverband sind es gerade mal noch 14. Der Bauhof bekommt einen Kompressor für rund 1750 Euro. Für nachhaltigen Rückschnitt etlicher Bäume und der Entsorgung des Schnittgutes in Hirschbach und Eschenfelden müssen 5350 Euro ausgegeben werden.

Einem Wanderer fielen vom Prellstein abwärts in Richtung Friedhof vermodernde Futterballen auf. Seinem Schreiben an die Gemeinde legte er Bilder bei.

Der Bürgermeister appellierte in diesem Zusammenhang, dass doch wenigstens die Folie von den Ballen entfernt und ordnungsgemäß entsorgt werden soll. Leider sei dies immer wieder zu beobachten, dass Folie oder nicht mehr benötigte Ballen einfach in der Natur draußen liegen bleibe. (rrd)
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