Geschwindigkeitsmessung vom vergangenen Jahr in der Gemeinde Hirschbach liefern bedenkliche ...
Mit 160 Sachen durch Unterklausen

Politik
Hirschbach
24.03.2016
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An verschiedenen Straßen ließ die Gemeinde Hirschbach 2015 die Geschwindigkeiten des Verkehrs messen. Die Ergebnisse bekam der Gemeinderat jetzt auf den Tisch. Sie jagten ihm einen gehörigen Schrecken ein.

Die Aufzeichnungen der Geschwindigkeitsmessung im vergangenen Jahr lieferten bedenkliche Erkenntnisse. Absoluter Spitzenwert waren die 160 Stundenkilometer eines Rasers in Unterklausen. Aber auch an den anderen Stellen scherten sich manche Zeitgenossen nicht um Tempolimits.

Über diese Ergebnisse wird die zuständige Polizeidienststelle in Auerbach informiert. Schon im Vorfeld hatte Gemeinderat Joachim Iwanek - selbst Polizeibeamter in dieser Inspektion - Geschwindigkeitskontrollen seiner Kollegen in der Gemeinde Hirschbach versprochen. Die Polizei werde tun, was in ihrer Macht steht, um die Raser zu bremsen. Von der Möglichkeit, eine kommunale Verkehrsüberwachung zu beauftragen, will der Gemeinderat keinen Gebrauch machen.

Aufruf an Fensterpaten


Mehr als marode sind die Fenster des Hirschbacher Terrassenfreibads vor allem auf der Talseite. Nicht nur Bürgermeister Hans Durst sah dringenden Handlungsbedarf. Der Spendenaufruf, Fensterpate für das Freibad zu werden, brachte bisher knapp 1500 Euro ein. Der Bürgermeister stellte klar, dass jeder Euro willkommen sei: "Es muss nicht gleich ein ganzes Fenster gespendet werden."

Die Gemeinde geht in Vorleistung und nimmt das vorliegende Angebot über 7630 Euro für sämtliche Fenster auf der Talseite einschließlich der Terrassentür an. Die Räte stimmten dem einhellig zu. Eingebaut werden sollen sie noch vor Saisonbeginn.

Eine Fensterspende erwarten die Gemeinderäte zum Beispiel von der Bergschule Jura-Alpin, die auf dem Grund der Gemeinde einen weiteren Gastank installieren will. Der stellvertretende Bürgermeister Richard Leißner wies als federführender Kommandant der gemeindlichen Feuerwehren darauf hin, dass der Rettungsweg unbedingt freigehalten werden müsse.

Ideen für Senioren


Nachdem die Gemeinde mit Annegret Voggenreiter eine Seniorenbeauftragte benannt hat, gab Bürgermeister Durst seinem Gemeinderat die Hausaufgabe, sich zu überlegen, wie die Seniorenarbeit in der Gemeinde aussehen soll. Ihm schwebt vor, "etwas aufzubauen, womit man die Senioren länger in der Gemeinde halten kann".

Diskutiert wurde die Umrüstung der Ortsbeleuchtung auf stromsparende LED-Technik. Eine Förderung gebe es nur für Lampen, die der Gemeinde gehören. Das müsse erst einmal genau abgeklärt werden, und dann gehe es um die Frage, ob sich auch alle Leuchten umrüsten lassen.

Ein günstiges Angebot nutzt die Gemeinde, die Gräben entlang des Weges im Staatswald putzen zu lassen. Das Ja dazu kam einstimmig.

Im Informationsteil meldete Hans Durst, dass der Bescheid für den vorzeitigen Baubeginn in Sachen Breitbandausbau vorliegt. Zudem danke die Regierung ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit mit dem Breitbandpaten Martin Haller.

Nach einem Aufruf meldeten sich sechs Wegepaten, die sich der Eschenfeldener Wanderrouten annehmen möchten. Gemeinderat Iwanek berichtete von einem Plus des Skiliftbetriebes in Eschenfelden von 81 Euro. Allerdings steht im Herbst wieder die TÜV-Prüfung an.

Schicht im SchachtBereits zum zweiten Mal ist ein Druckminderer in einem Schacht in Eschenfelden "abgesoffen". Rund 500 Kubikmeter Wasser verursachten einen Schaden von rund 15 000 Euro. Gemeinderat und Wasserwart Armin Linhard sagte dazu, dass die Technik zwar funktioniert habe, der Schacht die Fluten aber nicht zu fassen vermochte.

Als Lösungsvarianten schlug er vor, die Technik in einen Schrank nach außen zu versetzen oder für einen ordentlichen Ablauf im Schacht zu sorgen. Es werden Angebote eingeholt, was günstiger ausfällt. (rrd)
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