Vorzeichen stehen günstig für eine weitere BadesSaison
Mehr Geld fließt in Badkasse

Die Einnahmen sprudelten heuer im Hirschbacher Freibad kräftig. Die Ausgaben stehen allerdings noch nicht fest, und so wartet die Gemeinde auf eine endgültige Zahl, was sie draufzahlen musste. Bild: rrd
Politik
Hirschbach
21.10.2016
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Nur einer der vergangenen zehn Sommer bescherte dem Hirschbacher Terrassenfreibad mehr Einnahmen als heuer. Allerdings fehlt noch eine wichtige Zahl, bevor der Gemeinderat entscheidet, ob es eine weitere Saison gibt.

Bürgermeister Hans Durst setzt diesen Punkt gewohnheitsmäßig auf die Tagesordnung der Oktober-Sitzung. Nachdem das Bad des schönen Spätsommers wegen seine Pforten länger offen hielt, standen aber jetzt die Ausgaben noch nicht fest. Mit der endgültigen Bilanz vertagte der Gemeinderat auch die Frage nach der Zukunft. Die Zeichen stehen auf eine weitere Saison. In welcher Höhe die Gemeinde draufzahlt, ist allerdings ungewiss.

Kandidatenliste für WLAN


Der Freistaat fördert die Errichtungskosten für zwei WLAN-Hotspots je Gemeinde. Die Überprüfung eines Standorts schlägt mit 500 Euro zu Buche. Außerdem sind dazu gemeindeeigene Grundstücke notwendig. Gedacht wird in Eschenfelden an das Rathaus, in Hirschbach an den Wanderparkplatz oder das Freibad, in Achtel ans Feuerwehrhaus. Eignen könnten sich ansonsten Standorte in Unterklausen beim Anwesen Spieß oder im Neubaugebiet Oberklausen. Die endgültige Entscheidung, welcher Standort eingerichtet wird, fällt nach der Vorprüfung.

Nachdem es Überlegungen gibt, für die Feuerwehr ein neues Gebäude beim Haus der Begegnung zu errichten, will der Gemeinderat die Bauvoranfrage dazu abwarten. Wenn die Hirschbacher Wehr Ersatz für das schon mehr als 30 Jahre alte Feuerwehrauto bekommt, muss sie entweder ihr Haus erweitern oder neu bauen. Gemeinderat Stefan Steger hatte erste Skizzen dabei.

Für das kommende Jahr meldet die Gemeinde Hirschbach keine Maßnahmen für das Naturparkprogramm 2017 an, und auch den Naturpark-Arbeitstrupp fordert sie nicht an. Dies wurde einstimmig beschlossen. Mit dem gleichen Ergebnis entschied der Rat, die Übergangsregelung nach § 2b des Umsatzsteuergesetzes in Anspruch zu nehmen. Die Verwaltung erhält somit bis 2021 Zeit, sich dem neuen Umsatzsteuergesetz zu stellen. Die Gemeinden werden dann steuerlich wie Betriebe behandelt.

Wie können wir unsere Gemeinde noch attraktiver machen, und wie geht es weiter nach 2020? Diese Fragen schlug Gemeinderat Sebastian Raum für die Klausurtagung vor. Gemeinderat Stefan Steger möchte geklärt bekommen ob in Sachen Ländliche Entwicklung die Förderschienen Dorferneuerung oder Städtebauförderung sinnvoller sind. Zudem sollen Leerstandmanagement und demografische Entwicklung, Wegebau und Tourismuswerbung angesprochen werden.

Neues Fahrzeug für Bauhof


Den nichtöffentlich gefassten Beschluss, dass ein Fahrzeug für den Bauhof für rund 30 000 Euro angeschafft wird, machte Bürgermeister Hans Durst bekannt. Sein Vize Richard Leißner stellte fest, dass das Skilift-Häusl in Eschenfelden ein neues Dach braucht. Eine Eindeckung mit Trapezblech erschien ihm als die sinnvollste Lösung. Nach einer ersten Schätzung werden wohl 1000 Euro dafür notwendig. Erfreulich wäre es, wenn sich Spender finden würden.

Bagger muss noch warten


Weil der Hirschbach mittlerweile zu seicht ist und nur wenig Strömung aufweist, schoss der Bewuchs des Bachbetts so ins Kraut, dass es stellenweise zu "Verstopfungen" und leichten Überschwemmungen in Unterhirschbach kam. Das passiert vor allem dann, wenn sich Teile des Teppichs bei den ersten Frösten lösen und talabwärts schwimmen.

Ein Bagger darf erst dann eingesetzt werden, wenn dies wieder der Fall ist, erklärte Bürgermeister Hans Durst. Gemeinderat Ralf Schneider fragte an, ob dann nicht wenigstens die Seitenränder noch einmal gemulcht werden könnten.

Problem-BäumeDer Gedanke an den Rückschnitt von Bäumen sorgt bei den Räten immer für etwas gereizte Stimmung, eingedenk der Erfahrungen aus der Vergangenheit. In Hirschbach sind die Weiden am Schulweiher und die Birken entlang des Gehwegs "dran". In Eschenfelden besteht Handlungsbedarf am Dorfplatz, im oberen Dorf, am Wachtbergweg und am Kindergarten. Die Gemeinderäte und Mitarbeiter Armin Linhard werden sich damit beschäftigen, welche Firmen in Frage kommen.

Linhard berichtete auch von einer Begehung des gemeindlichen Waldbesitzes mit dem Förster. Einige "Problembäume" gebe es an der Obermühle. Die dürren Stämme sind schwer zugänglich und könnten auf die Kreisstraße fallen. An ihnen soll die Säge angesetzt werden. (rrd)
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