Freundeskreis Goglhof besichtigt die Reste des Stadionmodells bei Oberklausen
Berg mit Geschichte

Vermischtes
Hirschbach
02.07.2016
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Eberhardsbühl. Stummen Zeugen der jüngeren Vergangenheit spürte der Freundeskreis Goglhof im Hirschbachtal nach. Altbürgermeister Georg Taubmann erwartete die Besucher am sogenannten Stadionberg bei Oberklausen. Damals Zeitzeuge im Kindesalter, stellte er das von 1937 bis 1939 entstandene Tribünenmodell eines gigantischen Stadions vor, das die Nazis für Propaganda- und Masseninszenierungen im Sinn ihrer Diktatur in Nürnberg bauen wollten.

Anhand von Fotos und Dokumenten erläuterte Taubmann die gewaltigen Ausmaße der aus riesigen Holzgerüsten, Granitquadern und Betonmauern gefertigten Tribüne. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs holten sich die Bewohner von Achtel dort Material für den Wiederaufbau ihres beim Einzug der Amerikaner fast völlig zerstörten Dorfes.

Nur noch wenige Überreste des Nazi-Baus ragen heute aus dem steilen Berghang, der mittlerweile wieder der Natur Raum bietet. Sein Besitzer, der Landesbund für Vogelschutz, pflegt ihn als markanten Jura-Trockenrasen. Glockenblumen, Natternkopf und Ehrenpreis wachsen auf tiefblauen Geländeabschnitten, die sich abwechseln mit Wiesenabschnitten, auf denen gelber Fingerhut und Orchideen blühen.
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