Johannes-Kindergarten besteht seit 40 Jahren
Spielort für unzählige Kinder

Die erste Gruppe des Eschenfeldener Kindergartens, links Angela Bauer, geb. Pesold, die heutige Erzieherin, damals noch Praktikantin und Kindergartenleiterin Renate Specht, geb. Neidel (rechts). Die Einrichtung wurde 1976 eröffnet und galt damals als einer der modernsten Kindertagesstätten.
Vermischtes
Hirschbach
14.09.2016
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Nach seinem Bau war er eine der modernsten Einrichtungen weit und breit: Am kommenden Samstag feiert der St.-Johannes-Kindergarten in Eschenfelden sein 40-jähriges Bestehen.

Eschenfelden. Eröffnung war am 15. September 1976. Ursprünglich wurde er für die Marktgemeinde Königstein und für die Gemeinde Hirschbach gebaut, da die beiden Bürgermeister Loos und Seibold ein Abkommen trafen: Die Hauptschule für beide Gemeinden kommt nach Königstein, dafür ist der Standort des Kindergartens in Eschenfelden.

Zusammen ein Grundstück


Deshalb kauften beide Gemeinden zusammen ein Grundstück in Eschenfelden und bauten zusammen 1976 das Kindergartengebäude. Hierzu wurde eine Erbschaft von einem kinderlosen Lehrer verwendet, der früher in Eschenfelden wirkte. Die Trägerschaft übernahm die evangelische Kirchengemeinde Eschenfelden, die Unterhaltskosten wurden von der Königsteiner, der Hirschbacher und der Eschenfeldener Kirchengemeinde zu je einem Drittel übernommen.

So kamen 1976 die ersten Königsteiner Kinder, die teilweise vorher nach Neuhaus mussten, nach Eschenfelden. Ein Kindergartenkind erinnert sich: "Wir sangen viele Lieder, wie ,Dornröschen war ein schönes Kind'. Dabei durfte immer ein anderes Mädchen aus der Verkleidungskiste das Prinzessinnenkleid anziehen und eine Krone aufsetzen, was natürlich sehr begehrt war."

Im ersten Kindergartenjahr heiratete auch die Leiterin Renate Neidel. Die Mädchen und Buben standen an der evangelischen Königsteiner Kirche Spalier, sagten ein Gedicht auf und überreichten Blumen. Erst zehn Jahre später bekam das Haus einen Namen: St.-Johannes-Kindergarten. Viel verändert hat er sich seitdem nicht: Damals wie heute bestand er aus zwei Gruppen, die mit je einer Erzieherin und Kinderpflegerin besetzt waren. Geöffnet hat er immer noch bis 14.30 Uhr. Neu ist, dass seit einiger Zeit schon Zweijährige den Kindergarten besuchen können, sowie auch Schüler zur Hausaufgabenaufsicht.

Auch das Personal veränderte sich wenig: Seit dem ersten Tag ist Waltraud Loos dabei, Gudrun Knahn kann auf fast 27 Jahre zurückblicken, Gabi Appel-Piehler leitet seit 20 Jahren die Einrichtung. Angela Bauer arbeitet seit einigen Jahren als Erzieherin, war aber schon vor 40 Jahren als Praktikantin hier.

Platz reicht nicht mehr


In den 1980er-Jahren gab es einen Kinderboom, bei dem das Haus an seine Grenzen kam. Vormittags mussten die Fünf- bis Sechsjährigen, nachmittags die Drei- bis Vierjährigen betreut werden. Drei Buslinien holten die Kinder ab, und brachten sie nach Eschenfelden: Eine Buslinie gab es extra für die Kürmreuther, eine für die Hirschbacher und eine für die Königsteiner. Fast 20 Jahre lang bestand diese gemeinsame Einrichtung der Königsteiner und Hirschbacher Gemeinde. Als sich abzeichnete, dass der Platz auf Dauer nicht reichen würde, plante Königstein 1994 einen Neubau. Platz dazu war im ehemaligen Königsteiner Rathaus, das ins gegenüberliegende, sanierte Rotgerberhaus zog.

Am Samstag, 17. September, wird das 40-jährige Bestehen mit einem Fest im Kindergarten gefeiert. Dazu sind alle Ehemaligen eingeladen. Die Dorfgemeinschaft Eschenfelden ist ebenfalls willkommen sowie alle, die sich mit dem Haus verbunden fühlen. Das Fest beginnt mit einem Gottesdienst unter dem Motto "Wir sind ein Haus, das lebt!", um 13.30 Uhr in der Kirche. Im Anschluss gibt es ein gemütliches Beisammensein mit Kutschenfahrt, Flohmarkt und einer Überraschung, versprechen die Verantwortlichen.
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