Vor 71 Jahren
Mit Phosphor auf Achtel gefeuert

Vermischtes
Hirschbach
20.04.2016
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Achtel. Vor 71 Jahren, am 21. April 1945, wären um ein Haar Ober- und Unterachtel (Gemeinde Hirschbach) binnen weniger Stunden komplett dem Erdboden gleichgemacht worden – mit Phosphorgranaten der heranrückenden US-Armee! Es muss ein Inferno gewesen sein mit Flammen, die bis zu 1300 Grad heiß wurden, und unglaublich dichten Wolken aus weißem Rauch. Überlebt haben diesen brutalen Angriff auf die Zivilbevölkerung in den letzten Kriegstagen der damals gerade 16 Jahre alte Max Grellner und auch die übrigen Bewohner: „Fast das halbe Dorf hatte sich in unserem Erdäpfel- und Bierkeller versteckt. als die Panzer heranrollten“, schilderte er am Mittwoch unserer Zeitung am Telefon.
Berichten zufolge tobte der Kampf an diesem sonnig-warmen Frühlingstag eineinhalb Stunden lang. Die Granaten wurden von einer Batterie in einer nahen Senke abgefeuert. Binnen kürzester Zeit brannte der ganze Ort lichterloh. So ist überliefert, dass 21 Häuser, teils mit angebauten oder integrierten Großviehställen, 26 Scheunen, eine etwa gleiche Anzahl von Kleinviehställen und mehr als das Doppelte an Schuppen sowie andere Bauwerke nahezu gleichzeitig in Flammen aufgegangen sind.
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