Willi Haller, musikalisches Urgestein in Hirschbach, ist 80 Jahre alt
Der Junge hat ein Trompetengesicht

Bei Willi Hafner (Zweiter von links) gaben sich die Gratulanten die Klinke in die Hand, unter ihnen Bürgermeister Hans Durst (rechts) sowie Reinhard Regler und Günther Haller (links) vom Motorsportclub Hirschbach. In der Hand hält der Jubilar hier den neuen Gemeindeschirm, ein Geschenk des Bürgermeisters. Bild: rrd
Vermischtes
Hirschbach
15.07.2016
18
0

Musik, Gesang und Arbeit halten jung. Willi Hafner aus Hirschbach ist der beste Beweis dafür. Ohne den Motorradunfall vor einem Jahr, den er nicht selbst verschuldet hat, wäre er mit seinen 80 Lenzen jetzt noch fit wie ein Turnschuh.

Die Gratulanten, die am runden Geburtstag ins Haus am Schmiedberg kamen, freuten sich, Willi Hafner auf dem Weg der Besserung zu sehen. Bürgermeister Hans Durst, Pfarrer Gerhard Durst und natürlich die Vereine, für die er sich eingesetzt hat und noch einsetzt, machten die Aufwartung.

Bodenständig ist der Jubilar allemal: In Hirschbach verbrachte er sein Leben vom ersten Tag bis heute. Nach der Schule fing der damals 14-jährige Willi eine Maurerlehre in Eschenbach beim Baugeschäft Simon an und blieb dort bis zur Rente. Baumeister Manfred Simon und die ehemaligen Arbeitskollegen besuchten ihn an seinem Ehrentag.

Vor gut 60 Jahren nahm Vater Fritz seinen Sohn zum Männerchor mit und stellte damit die Weichen für eine Sänger- und Musikantenkarriere. Zusammen mit Sepp Gössl und dem verstorbenen Adolf Raum sang Willi Hafner mehr als 35 Jahre echtes Oberpfälzer Liedgut. Als Hirschbachtaler Boum machten sie ihre Heimat über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In vielen Bild- und Tonaufnahmen haben sie ihre Spuren hinterlassen. Sie erhielten den Kulturpreis der Hanns-Seidel-Stiftung und waren beim Zwieseler Fink dabei.

"Der Junge hat ein Trompetengesicht", meinte Kapellmeister Hans Horst aus Hartenstein. Willi hörte auf ihn, erlernte dieses Instrument und spielte in der Kapelle Horst mit. Vor 50 Jahren wurde in Hirschbach dann der Posaunenchor gegründet. Willi Hafner war von Anfang an dabei und hat ihn ein Jahrzehnt lang auch dirigiert. Zum 80. Geburtstag brachtem ihm die Bläser ein Ständchen.

Gründungsmitglied war er 1955 auch beim Motorsportclub Hirschbach. Lange verwaltete er dessen Finanzen.

Seine Frau Renate fand Willi Hafner in Hirschbach. Die Söhne Gerald und Klaus sorgten mit fünf Enkelkindern für Familienzuwachs. Und sie brachten ihren Vater zur Modellfliegerei. Alle drei gehörten vor 25 Jahren zu den sieben Gründern des Modellflugvereins Achtel.

Urkunden und Ehrenzeichen häufen sich im Hause Hafner. Darunter ist auch die Lebensrettungsmedaille des Freistaats Bayern, verliehen vom damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Der Männerchor, mit dem seine Musikleidenschaft anfing, hat sich allerdings vor kurzem aufgelöst. Leid tut es dem Willi um die Kartelrunde, die sich nach der Singstunde immer zusammentat.
Weitere Beiträge zu den Themen: 80. Geburtstag (163)Hirschbachtaler Boum (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.