Große Hufeisennasen im Internet beobachten
Seltene Fledermausart bekommt fleißig Nachwuchs

Bild: Leitl, Landesbund für Vogelschutz (LBV)
Freizeit
Hohenburg
18.04.2016
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Hilpoltstein/Hohenburg (epd). Die Großen Hufeisennasen haben in ihrem Fledermaushaus in Hohenburg den Winter gut überstanden. Die Population der seltensten deutschen Fledermaus sei weiter gewachsen, teilte der Landesbund für Vogelschutz am Montag mit.

Im Dachboden des Fledermaushauses, der einzigen Wochenstube Deutschlands, seien mit Hilfe der Infrarotkameras bereits jetzt 157 Große Hufeisennasen gezählt worden, berichtete Projektmanager Rudolf Leitl. Das seien 15 Tiere mehr als der bisherige Höchststand und es könnte sogar noch die eine oder andere Hufeisennase dazukommen.

Dabei sei 2015 kein gutes Jahr für Fledermäuse gewesen, erklärt Leitl. Der Winter war zu mild, das Frühjahr dafür aber im Schnitt um drei Grad kälter als im «Hufeisennasen-Superjahr» 2014. Die große Sommertrockenheit mit weniger Insekten machte den Fledermäusen außerdem zu schaffen. Sie mussten mit relativ wenigen Fettreserven in den Winterschlaf gehen.

Die Gesamtpopulation dürfte derzeit bei etwa 225 Tieren liegen, schätzt der LBV-Fledermausexperte. Das Familienleben im der Großen Hufeisennasen kann jeder live im Internet auf den Webcambildern beobachten (www.lbv.de/huficam).
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