Allersburger Wiesenkirwa: Erste Adresse in Sachen Brauchtum
Tanz ohne Ausrutscher

14 Kirchweihpaare tanzten am vergangenen Wochenende in Allersburg den Kirwabaum aus. Von aufziehenden Regenwolken ließen sie sich freilich nicht beeindrucken.
Kultur
Hohenburg
07.10.2016
31
0

Ans Chillen in der Spätsommersonne war heuer bei der Wiesenkirwa in Allersburg nicht zu denken. Stattdessen wartete auf die Besucher eine Regenschirmkirwa, was aber der Festlaune keinen Abbruch tat.

Allersburg. In Allersburg gilt der Wahlspruch: "St. Michael bringt in Allersburg die Wiesenkirwa mit." Regional gesehen ist Allersburg schon immer ein kleines Zentrum in Sachen Kirwatradition an der Nahtstelle des Landkreises Amberg-Sulzbach zu Neumarkt hin gewesen. Denn schließlich reicht die Allersburger Kirwa bis ins Jahr 1576 zurück. Damals war der bischöfliche Pfleger aus Hohenburg mit einer Abordnung nach Allersburg gekommen, um sich um den Kirchweihfrieden zu sorgen.

Aus der Heimatgeschichte


Auf der anderen Seite war die pfalzgräfliche Herrschaft aus Lutzmannstein angerückt, die mit der gleichen Absicht ins Dorf gekommen war, erzählt die Heimatgeschichte. Gegangen ist es damals auch schon um Bares, denn jede Partei wollte das Standgeld einkassieren. Damals kam es beinahe zu einer heftigen Auseinandersetzung. Am Freitagabend hatten die Allersburger Kirwaleut zum Weinabend eingeladen. Am Samstag wurde der Kirwabaum ins Dorf gebracht. Für einen langen Kirwaabend sorgte die Gruppe "Keine Ahnung". Den Patroziniumsgottesdienst am Sonntag gestalteten die 14 Kirchweihpaare. Etwas besonderes war das Baumaustanzen am Sonntagnachmittag, das trotz eines heftigen Regenschauers an Ort und Stelle abgehalten wurde. Keinen Ausrutscher leisteten sich die Kirwapaare bei ihrem Auftritt, obwohl das Podium spiegelte, als ob es mit einer feinen Eisschicht überzogen wäre. Die Sternpolka, einen schneidigen Zwiefachen und einen reschen Dreher beäugten viele Kirwabesucher doch wohl lieber aus der Regenschirmperspektive.

"Hofrat" ersteigert Baum


Keine Probleme hatte die Trachtenkapelle aus Hohenburg, um Kirwastimmung für den Rest des Sonntags ins Festzelt zu bringen. Am Montag wurde der Kirwabär durchs Dorf getrieben und zum Kirwafinale spielten D'Spalter. Den Kirwabaum stifteten in diesem Jahr Sandra und Stephan Lenk aus Hausen. Gesteigert hat ihn Michael "Hofrat" Hofmann aus Hohenkemnath.Zum neuen Oberkirchweihpaar wurden Michael Bach aus Allersburg und Christine Federl aus Ransbach gekürt. Sie übernahmen das Amt von Julia Geitne r aus Allersburg und Wolfgang Braun aus Malsbach.
Weitere Beiträge zu den Themen: Allersburg (119)Wiesnkirchweih (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.