Delegation aus Argyll und Bute zeigt sich angetan von der Arbeit im Naturpark Hirschwald
Mit der Pflege der Natur nicht sparsam sein

Angetan waren die schottischen Gäste vom Besuch des Fledermaushauses in Hohenburg und einer Erkundung der Fledermaushalle. Bilder: bö (2)
Kultur
Hohenburg
06.08.2016
26
0

"Von diesem Besuch können wir eine ganze Reihe von Ideen und Anregungen in unsere Heimat mitnehmen", meinte einer der schottischen Gäste. "Vor allem im Bereich des Naturschutzes haben wir viele gleich gelagerte Dinge erfahren", so der Tenor aus vielen Fragen zum Naturparktag der Schotten.

Biohof und Naturpark


Ein straffes Programm hatte sich die achtköpfige Delegation aus dem schottischen Partnerdistrict Argyll & Bute am letzten Tag ihrer Landkreisvisite noch vorgenommen. Neben der Besichtigung des Biohofes von Sebastian und Beate Schaller in der Hammermühle gehörte auch die Vorstellung des Naturparks Hirschwald und des Landschaftspflegeverbandes dazu.

Weitere Stationen waren für sie ein Stopp im Fledermaushaus bei Rudolf Leitl, und zuguterletzt machten die Schotten noch einen Abstecher ins Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf. Dort gehörte noch ein Treffen mit Waldbauern dazu. Verabschiedet wurden die Gäste nach einem herzhaften Weißwurstfrühstück am Freitagmorgen von Landrat Richard Reisinger.

Für den letzten Tag ihrer Exkursion hatte Reisinger einen Besuch in der Hammermühle in Hohenburg ausgewählt. Großes Interesse zeigten die schottischen Gäste an der Arbeit auf dem Biohof von Beate und Sebastian Schaller. Von der Rinderhaltung, die mit der Oberpfälzer Fleckviehherde etwas Besonderes darstellt, bis hin zum Rundgang durch die Hofstelle und der Besichtigung des kleinen Wasserkraftwerkes war im Programm alles eingebunden.

Der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Amberg- Sulzbach, Richard Lehmeier, stellte seine Institution vor, der neben der Stadt Amberg auch 24 Landkreisgemeinden und elf Vereine und Naturschutzverbände angehören. Wie er den Schotten nahebrachte, sei die Hauptaufgabe des Landschaftspflegeverbandes die Mitarbeit im Lebensraumnetz samt der Generierung eines Zusatzeinkommens für Landwirte. "Das sind Eckpfeiler, mit denen die Landwirte für die Erbringung von Naturpflegemaßnahmen und Umweltarbeit zusätzliche Einkommensquellen anzapfen können."

Auch im Süden Englands


Nach dem Mittagessen aus der Landfrauen-Küche von Beate Schaller führte der Weg über die Kunstwanderstation zum Fledermaushaus. Rudolf Leitl berichtete über den Werdegang des Projektes von der Sanierung bis zur Anerkennung als Life-Projekt mit EU-Fördermitteln. Beeindruckt zeigten sich die Gäste über den Umgang mit der großen Hufeisennase. Wie Leitl wusste, gibt es auch im Süden Englands eine derartige Wochenstube wie in Hohenburg. Für die Schotten gehörte neben einem Monitoring natürlich auch ein leiser Gang durch die "heilige Fledermaushalle" mit dazu.

Weitere Anlaufstation war das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit in Ensdorf, wo die Gäste mit einer Gruppe von Waldbauern ins Gespräch kamen. Als Dolmetscherin fungierte dabei Naturpark-Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.