Egelsheim feiert zugunsten seiner Dorfkapelle
Kirwatanz im Nieselregen

Die Kirchweihpaare aus Mendorferbuch leisteten mit dem Austanzen des Egelsheimer Kirchweihbaumes einen schönen Beitrag zum Gelingen der Dorfkirchweih in Egelsheim am vergangenen Wochenende - auch wenn die Zuschauer an der Kreisstraße bereits unterm Regenschirmen dem Mühlradl zuschauen mussten.
Kultur
Hohenburg
21.09.2016
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Diesmal war es eine Regenschirmkirwa in Egelsheim. Und so wurde im Nieselregen aus dem Mühl- ein Wasserradl. Doch das tat der guten Stimmung im Dorf keinen Abbruch.

Egelsheim. (bö) Gefeiert wurde auch in diesem Jahr für einen guten Zweck: Der Erlös des Fests fließt in den Erhalt des Dorfkirchleins Maria Namen. Das Festwochenende in Egelsheim stand erneut ganz im Zeichen früher gelebten Dorfkirchweih-Brauchtums. Zum achten Mal hatte die Ortsgemeinschaft zum Feiern eingeladen - gleich auf der Straße, gegenüber der Kapelle.

Die Paare aus dem benachbarten Mendorferbuch tanzten hier am Sonntagnachmittag auch den Baum aus - und allen Unkenrufen zum Trotz hatten die Egelsheimer den schönsten Baum und auch die schönsten Moidln und Boum. Auch wenn diese aus dem Nachbardorf herüber kamen. Um ein "Harl-Hoar" hätte es den Egelsheimern heuer in die vor Jahren stibitze Kirwaliesl der Mendorferbucher hineingeregnet.

Am späten Nachmittag hatten noch die Schlecherer Goislschnalzer einen Auftritt. Wer ein Stück Kuchen haben wollte, hatte die Qual mit mehr als 20 Sorten. Kirwa geht also auch ohne Gaststätte. Das bewiesen einmal mehr die Egelsheimer, die sich nach der Schließung ihres Dorfwirtshauses und einer kirwafreien Phase selbst des Erhalts des Brauchtums angenommen haben.

Sie tun das auch für ihre Kapelle Maria Namen: Der Reinerlös des Fests wird ausschließlich für deren Weiterrenovierung verwendet. Das 1873 erbaute Kirchlein war bis vor einigen Jahren in keinem sehr guten Zustand. Aufsteigende Feuchtigkeit hatte dem Putz arg zugesetzt. Der Holzboden war morsch, ist aber inzwischen schon erneuert. Jetzt geht es an die Renovierung der Kreuzgangstationen und des Altarbildes. Es muss trotzdem noch einiges getan werden, wenn die Kirche in ihrem Originalzustand künftigen Generationen erhalten bleiben soll. Über ihre Entstehung ist sehr wenig bekannt. Eine Geschichte wird so erzählt, dass die Egelsheimer, damals noch eine eigene Gemeinde, nach einem schweren Unwetter versprochen hatten, die Kapelle zu errichten.

Der Kirchweihsonntag begann mit einem zünftigen Frühschoppen und zum Mittagessen tischte die Dorfgemeinschaft Schweinebraten und Forellen auf. Kuchen und Küchln durften beim Nachmittagskaffee ebenso wenig fehlen wie die Musik von Alleinunterhalter Hias aus dem Dorf. Selbstverständlich schauten am Montag wieder die Kirwawanderer aus Schmidmühlen mit einer stattlichen Abordnung vorbei.
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