Freilichtausstellung in der Hohenburger Marktmeile
Viel mehr als ein Augenblick

Der Blick über die Mauer lädt bei der Freilichtausstellung in der Hohenburger Marktmeile zum Betrachten ein.
Kultur
Hohenburg
17.05.2017
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"Nimm Dir einen Augenblick Zeit" - 2016 waren es die Hohenburger Köpfe, die für viel Aufsehen in der Marktmeile gesorgt hatten. Heuer geben die Hohenburger Blicke viel preis, sie laden zum Verweilen und Innehalten am Marktplatz ein.

Was Blicke so alles aussagen können, darüber können sich die Betrachter bis Anfang Juli selbst ein Bild machen. Angefangen hat alles mit einem Radausflug nach Velburg, erzählt Wolfgang Preibisch. Dort standen am Marktplatz lauter wunderschöne Objekte, die sich mit dem Thema "Köpfe" auseinandersetzten. Jetzt hat man mit den Hohenburger Blicken zusammen mit Kindern und Erwachsenen neue Perspektiven geschaffen.

Kreative Menschen


"Die Idee fand ich so schön, dass ich sie auch in Hohenburg umsetzen wollte. Ich nahm mit den Velburgern Kontakt auf und fragte um Erlaubnis, diese Idee auch auf der anderen Seite des Truppenübungsplatzes verwirklichen zu können. Heuer wurde das weiterführende Thema ,Blicke' ausgewählt. Es hat mich gefreut, dass sich wieder kreative Menschen fanden, die das Thema nicht mehr los ließ und die sich Gedanken mit einer Umsetzung machten."

Um die Aufstellung haben sich in den vergangenen Tagen Wolfgang Preibisch mit Petra Grieb-Lange, Michaela Schaller und die Kinder aus der Mittagsbetreuung gekümmert. Herausgekommen sind 14 Objekte und viele Bilder, die die Marktmeile in Hohenburg bis Anfang Juli bereichern und die Bürger und Radler gleichsam zum Staunen und einem kleinen Ratsch anregen sollen. "Das ist das Ziel unserer kleinen Ausstellung, mit denen wir die Menschen erreichen möchten." Zu sehen sind Silberblicke (Sabine Lubich), Röhrenblicke (Kindergarten), Kinderblicke (Mittagsbetreuung) und Durchblicke (Thomas Haberland). Dazu kommen das Motto "kein Durchblick" (Stefan Semmler), Weit- und Tunnelblick (Petra Grieb-Lange) und der berühmte Blick über die Mauer (Klaudia Nießl).

Ein Ausstellungsstück zum Verweilen mit dem Titel "Blick in die Ewigkeit" stammt von Jutta Reiser, das sie noch wenige Wochen vor ihrem Tod angefertigt hat.

Durchs Schlüsselloch


Das Motto "Nimm dir einen Augenblick Zeit" (Frauenbund) ist ebenso kunstvoll dargestellt, wie der Blick durchs Schlüsselloch (Alexander Schaller) und die Blicke durch die rosarote Brille (Grundschule). Von Wolfgang Preibisch stammen die Darstellungen "Augenblick", um die Ecke blicken und das Motto "blickdicht".

Das Thema "durch eine schmale Öffnung spähen", also alles was sich um eine Peep-Show dreht, hat man aber der Zensur unterworfen, auch wenn es sehr lustig ausgesehen hat, meinte ein schmunzelnder Preibisch.
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